Umfrage Radreiseanalyse startet: ADFC erforscht, wie Corona das Radreisen verändert hat

Berlin, 27. November 2020

Heute startet die Umfrage zur ADFC-Radreiseanalyse 2021. Gemeinsam mit dem diesjährigen Partner fahrrad.de ruft der Fahrradclub Radfahrerinnen und Radfahrer aus der ganzen Republik dazu auf, Erfahrungen von Urlauben und Ausflügen mit dem Rad per Online-Umfrage mitzuteilen. Die Umfrage findet zum 22. Mal statt und hat in diesem Jahr die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Radtourismus zum Schwerpunkt.

 ADFC-Tourismusexpertin Louise Böhler sagt: „Viele Zeichen deuten darauf hin, dass die Corona-Pandemie dem ohnehin schon kräftig wachsenden Radtourismus einen Extra-Schub verliehen hat. Wir wollen herausfinden, wie stark das zutrifft – und welche Gruppen von Menschen jetzt neu aufgestiegen sind. Die Ergebnisse der Radreiseanalyse sind Gold wert für Tourismusregionen und Routenbetreiber, denn sie geben einen umfassenden Einblick über die Bedürfnisse der wachsenden Zielgruppe der Freizeitradlerinnen und -radler.“

Jetzt teilnehmen und City-E-Bike gewinnen

Die Umfrage läuft vom 27. November 2020 bis zum 10. Januar 2021 auf www.adfc.de/radreiseanalyse. Teilnehmen können alle Erwachsenen, die im letzten Jahr Ausflüge oder Urlaube mit dem Fahrrad unternommen haben. Die Umfrage dauert etwa 15 Minuten. Gefragt wird unter anderem, ob und wann man während der Corona-Pandemie häufiger Rad gefahren ist. Aber auch die Länge und Vorbereitung der Radreise und die liebsten Routen, Regionen und Bundesländer werden thematisiert. Wer will, kann nach dem Ausfüllen an einem Gewinnspiel teilnehmen. Der von fahrrad.de zur Verfügung gestellte Hauptgewinn ist ein hochwertiges City-E-Bike von Ortler. Die Ergebnisse der ADFC-Radreiseanalyse werden am 11. März 2021 im Rahmen einer Onlineveranstaltung vorgestellt.

Gründung Frauen-Netzwerk Niedersachsen

Hannover, 21.11.2020

Am letzten Samstag wurde nun auch im ADFC Niedersachsen ein Frauen-Netzwerk gegründet, nachdem mehrere andere Landesverbände dies schon in die Tat umgesetzt hatten. 15 Frauen aus ganz Niedersachsen trafen sich virtuell, um sich über ihre eigenen Bedürfnisse  auszutauschen und zu besprechen, wo die Schwerpunkte der zukünftigen Arbeit liegen sollen. Ein wichtiges Anliegen war allen, sich in der aktiven Arbeit innerhalb und außerhalb des ADFC mehr Gehör zu verschaffen und sichtbarer zu werden. Als zukünftige Themenschwerpunkte wurden Fahrradtechnikkurse für Frauen und Frauen-Radtouren genannt. Auch die Frage, wie eine frauenspezifische Sichtweise in die Radverkehrsplanung einfließen kann, soll diskutiert werden.
Das nächste virtuelle Treffen soll Anfang nächsten Jahres stattfinden. Alle interessierten Frauen sind herzlich eingeladen, teilzunehmen. Weitere Informationen erteilt die Landesgeschäftsstelle.

Kontakt:
Ulla Rademacher
Telefon: 0511/28 25 57
info@adfc-niedersachsen.de

Personalie: Burkhard Stork beendet Tätigkeit beim ADFC

Berlin, 19. November 2020

Nach neun Jahren erfolgreicher Tätigkeit als Bundesgeschäftsführer beendet Burkhard Stork im März 2021 seine Tätigkeit beim Fahrradclub ADFC. Er wechselt als Geschäftsführer zum Zweirad-Industrieverband ZIV. Die Rolle der ADFC-Bundesgeschäftsführung übernimmt bis zur Nachfolgeregelung ADFC-Geschäftsführerin Maren Mattner. Der ehrenamtliche ADFC-Bundesvorstand dankt Burkhard Stork ausdrücklich für die hervorragende Arbeit.
ADFC-Bundesvorsitzender Ulrich Syberg sagt: „Mit Burkhard als Bundesgeschäftsführer hat sich der ADFC in den vergangenen Jahren immens weiterentwickelt. Burkhard Stork hat den ADFC als kampagnenfähigen Treiber der Verkehrswende mit dem Rad im Zentrum aufgestellt, er hat den ADFC bestens in der politischen Welt und in den Medien positioniert – und wir haben mit ihm die 200.000 Mitglieder-Marke geknackt. Wir sind optimistisch, auf dieser Grundlage die ADFC-Erfolgsgeschichte weiter schreiben zu können. Burkhard Stork wünsche ich bei seiner zukünftigen Tätigkeit von Herzen viel Erfolg. Als Gegengewicht zur Autolobby brauchen wir auch einen starken Zweirad-Industrieverband!“

Jubiläum: 25 Jahre Bett+Bike

Seit 25 Jahren steht das Label Bett+Bike für Qualität im Radtourismus. Fahrradurlauber können aus 5.800 Hotels, Pensionen, Jugendherbergen, Naturfreundehäusern und Campingplätzen wählen, die sich besonders auf die Bedürfnisse von Rad fahrenden Gästen einstellen. In Niedersachsen sind mehr als 630 fahrradfreundliche Betriebe dabei.
Als Antwort auf die steigende Nachfrage nach Gastgebern, die bereit sind, Rad fahrende Gäste auch für nur eine Nacht aufzunehmen, entwickelte der ADFC im Jahr 1995 einen Kriterienkatalog für fahrradfreundliche Beherbergungsbetriebe.
Bett+Bike hat sich zu einer einzigartigen Marke im Radtourismus entwickelt, die für Qualität und Nachhaltigkeit bekannt ist. Bett+Bike bezieht sich nicht nur auf Deutschland, mittlerweile haben sich dem Netzwerk europäische Länder wie Österreich, Luxemburg, Dänemark und Belgien angeschlossen.
Ein Schwerpunkt der Marketingarbeit liegt auf der digitalen Kommunikation. Die Website www.bettundbike.de bietet ein Portal mit verschiedenen Suchkriterien, um den passenden Gastgeber für die Radreise zu finden. Zudem bieten Reise- und Tourentipps weitere Planungshilfen. Mit der Bett+Bike App kann bequem unterwegs der passende Gastgeber ausgewählt werden.

Um den Radtourismus auch weiterhin erfolgreich zu gestalten, hat sich das Bett+Bike Team folgende Ziele gesetzt:

- Verständnis für den Radverkehr im Tourismus erhöhen
- Menschen nachhaltig zum Radfahren bewegen
- Digitalisierung weiter vorantreiben
- Außergewöhnliche Gastgeber finden
- Gastgeber beraten bei dem Wandel zur fahrradfreundlichen Unterkunft

Mit dem Bett+Bike-Team feiern 160 Bett+Bike-Gastgeber der ersten Stunde! Wir gratulieren herzlich und wünschen dem Bett+Bike-Team weiterhin viel Erfolg!

Endlich tut sich was in Niedersachsen

Pressemitteilung des Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung
„U21FreizeitKarte Niedersachsen“: Ab Dezember mit neuem Jugend-Ticket per Nahverkehrszug durch ganz Niedersachsen


Ab dem 13. Dezember 2020 können Jugendliche und junge Erwachsene unter 21 Jahren mit einem neuen Fahrkartenangebot günstig und regelmäßig in allen Nahverkehrszügen in Niedersachsen unterwegs sein. Dafür sorgt die neue „U21FreizeitKarte Niedersachsen" des Niedersachsentarifs, dem gemeinsamen Nahverkehrstarif aller Eisenbahnverkehrsunternehmen in Niedersachsen. Mit dem neuen Angebot sollen unter 21-Jährige einen Monat lang auf der Schiene durchs ganze Land fahren können, etwa von Göttingen bis Cuxhaven und von Bad Bentheim bis Helmstedt, sowie nach Bremen und Hamburg: Von Montag bis Freitag ab 14:00 Uhr und außerdem an Wochenenden, Feiertagen sowie in allen niedersächsischen Schulferien den ganzen Tag.

Dazu erklärt Niedersachsens Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann: „Die Einführung der neuen U21-Karte freut mich sehr. Sie steigert die Attraktivität des Nahverkehrs auf der Schiene für junge Leute, insbesondere auch für Schülerinnen, Schüler, Azubis und Freiwilligendienstleistende. Gleichzeitig verbessern wir deutlich die umweltfreundliche, flexible und kostengünstige Mobilität dieser Zielgruppe, insbesondere in ländlichen Regionen. Erstmals schaffen wir für den Freizeitverkehr auf der Schiene ein landesweit gültiges Schüler- und Azubi-Ticket. Die U21-Karte ist damit ein erster wichtiger Baustein auf dem Weg zu einem preislich attraktiven und flexiblen Ticketangebot für Schüler und Azubis im gesamten Nahverkehr in Niedersachsen, wie es der Koalitionsvertrag vorsieht."

Der Geschäftsführer der Niedersachsentarif-Gesellschaft (NITAG), Andreas Meyer, ergänzt: „Wir sehen unser neues Angebot als wichtigen Beitrag, für junge Menschen landesweit die Nutzung des SPNV noch attraktiver zu gestalten. Und wir freuen uns, dass auch das Land Niedersachsen hinter der Einführung steht und diese auch unterstützen möchte."

Die „U21FreizeitKarte Niedersachsen" soll als Monatskarte für 29 Euro und als Jahresabo für 25 Euro pro Monat angeboten werden und auf allen Schienennahverkehrsstrecken, auf denen auch das Niedersachsen-Ticket gilt, gültig sein - also in ganz Niedersachsen sowie auch für Fahrten nach Bremen, Hamburg, Hengelo sowie zu einigen angrenzenden Stationen in Nordrhein-Westfalen und Hessen. Es soll zunächst als Pilotprojekt für zwei Jahre eingeführt werden.

Das Verkehrsministerium hat an der Entwicklung dieses Angebots mitgearbeitet. Es plant daher, Werbe-, Kommunikations- und Informationsmaßnahmen für die neue U21-Karte finanziell zu unterstützen, damit dieses schnellstmöglich und flächendeckend bei der Zielgruppe bekannt wird. Außerdem sollen zügig erste Erkenntnisse zur Nutzung des Tickets gesammelt und evaluiert werden, so dass über eine mögliche Weiterentwicklung oder dauerhafte Fortsetzung des Tickets entschieden werden kann.

Diese Information im Portal des Landes Niedersachswen:Öffnet externen Link in neuem Fenster https://www.mw.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/presseinformationen/u21freizeitkarte-niedersachsen-ab-dezember-mit-neuem-jugend-ticket-per-nahverkehrszug-durch-ganz-niedersachsen-194239.html

Zwischenstand zur Umfrage: ADFC-Fahrradklima-Test 2020 knackt alle Rekorde

Berlin, 15. Oktober 2020

Der aktuelle Fahrradboom zeigt sich auch beim ADFC-Fahrradklima-Test 2020. Die bundesweite Umfrage zur Fahrradfreundlichkeit, die der Fahrradclub ADFC alle zwei Jahre gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium durchführt, hat schon zur Halbzeit die 100.000er-Marke bei den Teilnahmezahlen geknackt. Mehr Städte als je zuvor sind im Rennen – aber es gibt auch Kommunen, die noch einen Stimmen-Schub gebrauchen können, so der ADFC.
 
ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt: „Es freut uns sehr, dass immer mehr Menschen die Fahrradfreundlichkeit ihrer Städte wichtig finden – und bereit sind, Auskunft über ihre Erfahrungen als Radfahrende zu geben. Das gilt besonders, seitdem Corona viele Neuaufsteiger auf das Rad gebracht hat. Viele Bürgerinnen und Bürger haben in den letzten Monaten zum ersten Mal erlebt, wie es ist, im Jahr 2020 in Deutschland Rad zu fahren. Es ist wichtig, diese Rückmeldungen ernst zu nehmen und in den bundesweit geplanten Ausbau der Radwegenetze einfließen zu lassen. Danke an alle, die mitmachen!“

65 Prozent mehr Halbzeit-Teilnahmen als 2018
Beim letzten Durchgang des ADFC-Fahrradklima-Tests im Jahr 2018 haben in den drei Monaten der Umfrage insgesamt 170.000 Personen abgestimmt. Jetzt sind es schon nach sechs Wochen mehr als 120.000 Personen, das sind 65 Prozent mehr als zum selben Zeitpunkt 2018.

Bisher 510 Städte und Gemeinden in der Wertung
Bis auf Salzgitter sind schon alle 81 Großstädte im Rennen. Das heißt, sie haben bereits jetzt die Mindeststimmenzahl erhalten – und kommen damit ins große Städteranking. Mit der bayerischen Gemeinde Möhrendorf ist aber auch die kleinste jemals beim Fahrradklima-Test bewertete Ortschaft dabei. Insgesamt sind zur Halbzeitbilanz 510 Städte und Gemeinden in der Wertung, im Jahr 2018 waren es 683 insgesamt zum Ende der Umfrage. Stork: „Es freut uns besonders, dass auch viele ländliche Kommunen beim ADFC-Fahrradklima-Test dabei sind. Denn das Rad ist das cleverste Verkehrsmittel sowohl auf dem Land als auch in der Stadt.“

Emden, Goslar und Cloppenburg brauchen noch Stimmen
Einige Städte und Gemeinden in Niedersachsen könnten nochmal einen kleinen boost gebrauchen. Bei vielen fehlen nur ganz wenige Stimmen, um ein aussagekräftiges Umfrageergebnis zu erreichen. Auch Melle, Georgsmarienhütte, Achim, Haren (Ems) und Helmstedt, Stadthagen und Quakenbrück haben gute Aussichten, es noch zu schaffen.

 Wie fahrradfreundlich ist deine Stadt?
Seit 1. September bis zum 30. November 2020 können interessierte Bürgerinnen und Bürger auf www.fahrradklima-test.adfc.de an der Online-Umfrage des ADFC teilnehmen. Bei den 27 Fragen geht es darum, ob man sich auf dem Rad sicher fühlt, wie gut die Radwege sind und ob die Stadt in Zeiten von Corona das Fahrradfahren besonders fördert. Damit fundierte Ergebnisse erzielt werden können, müssen pro Stadt mindestens 50 Teilnahmen vorliegen. Bei größeren Städten sind mindestens 75 beziehungsweise 100 Abstimmungsergebnisse nötig. Der ADFC-Fahrradklima-Test wird alle zwei Jahre mit Unterstützung des Bundesverkehrsministeriums durchgeführt und findet 2020 zum neunten Mal statt. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2021 in Berlin vorgestellt. Ausgezeichnet werden die fahrradfreundlichsten Städte in sechs Einwohner-Größenklassen. Beim ADFC-Fahrradklima-Test 2018 lagen Bremen, Karlsruhe, Göttingen, Bocholt, Baunatal und Reken in ihrer jeweiligen Größenklasse vorn.


Treffen im Landtag

Der Landesvorsitzende Rüdiger Henze und Isabella Breeck, Referentin für Radverkehr beim ADFC Niedersachsen haben sich am 13. Oktober mit dem verkehrspolitischen Sprecher der Grünen im Landtag, Detlev Schulz-Hendel, zu einem allgemeinen Austausch getroffen. Unter anderem ging es in dem Gespräch um eine kostenlose Fahrradmitnahme in allen Regionalbahnen Niedersachsens.

Detlev Schulz Hendel (Bildmitte) betont auf seinem Facebook-Auftritt: „Uns als Landtagsfraktion und mir als verkehrspolitischem Sprecher ist dieser Austausch sehr wichtig. Wir schätzen die Arbeit und das Engagement des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club in Niedersachsen für eine zukunftsorientierte Fahrradpolitik sehr... Wir werden den gemeinsamen Austausch fortsetzen und wünschen Isabella Breeck viel Erfolg bei ihrer neuen Aufgabe als Referentin für Radverkehr beim ADFC Niedersachsen“.

Bis zu 45 Millionen Euro jährlich für Radfahrinfrastruktur Althusmann: Wir investieren so viel wie nie zuvor

Niedersachsen will die Radfahrinfrastruktur in den nächsten Jahren weiter verbessern und stockt die Mittel ein weiteres Mal auf. Im zweiten Nachtragshaushalt wurden 20 Millionen Euro zusätzlich bis 2022 für ein Rad- und Radwegsonderprogramm eingestellt. Hiervon fließen insgesamt 15 Millionen in den Radwegneubau und die Radwegerhaltung an den Landesstraßen und fünf Millionen Euro in ein Sonderprogramm für Lastenräder

Im diesjährigen Landeshaushalt sind bereits erstmalig zehn Millionen Euro für Erhaltung und zehn Millionen Euro für den Neubau von (Bürger-) Radwegen an Landesstraßen enthalten, die nun um weitere fünf Millionen Euro aus dem Nachtragshaushalt aufgestockt wurden. Zum Vergleich: Für den Radwegebau an Landesstraßen standen 2019 insgesamt 15 Millionen und in den Jahren davor zehn Millionen Euro zur Verfügung.

Auch der Bund stellt zehn Millionen Euro für Radwege an Bundesstraßen in Niedersachsen bereit. Mit weiteren zehn Millionen Euro wird der kommunale Radwegbau nach dem Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (NGVFG) gefördert. Dieses Jahr stehen damit insgesamt 45 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel für die Radinfrastruktur bereit. Es ist geplant, diesen Höchstbetrag auch im nächsten Jahr zur Verfügung zu stellen.

Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann: "Wir investieren so viel wie nie zuvor in gute und sichere Infrastruktur für Fahrräder. In den 1970-er Jahren haben Stadtplaner die autofreundliche Stadt realisiert, jetzt steht das Fahrrad im Fokus. Daran zeigt sich ein neues Umweltbewusstsein und ein anderes Lebensgefühl vor allem der jüngeren Generationen. Auch das Angebot neuartiger Fahrräder treibt den Wandel voran. Mit Lastenrädern lassen sich sogar Wocheneinkäufe erledigen und mit E-Bikes kann man etwas längere Strecken zum Arbeitsplatz bewältigen. Es ist unser Ziel, überall sichere und bedarfsgerechte Radwege schaffen."

Voraussichtlich Ende November soll das Fahrradmobilitätskonzept Niedersachsen veröffentlicht werden. Zentrale Ziele sind die Erhöhung der Anteile der zurückgelegten Wege mit dem Rad von 15 auf 20 Prozent und eine Reduzierung getöteter und verletzter Radfahrer um 20 Prozent.

ADFC-Statement zum Beschluss des Berliner OVG: Popup-Radwege sind rechtmäßig – juristische Hürden für Radwegebau müssen weg

Berlin, 6. Oktober 2020

Zur heutigen Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg zur Rechtmäßigkeit von Popup-Radwegen sagt ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork:

„Der platte Versuch der AfD, die Verkehrspolitik der 1950er Jahre zurückzuholen, ist gescheitert – gut so. Geschützte Radfahrstreifen, auch in Schnellbauweise als Popup-Radweg, können  im Einklang mit der Straßenverkehrs-Ordnung überall eingerichtet werden, wo sie die Verkehrssicherheit verbessern. Und so wie die Dinge stehen, ist das an fast jeder mehrspurigen Hauptstraße in Deutschland der Fall. Was jetzt passieren muss: Die Hürden für den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur müssen weg. Es kann nicht sein, dass eine Kommune erst Fahrradunfälle nachweisen muss, um einen Radweg anlegen zu können. Es muss reichen, dass er wichtig für das kommunale Radverkehrsnetz ist. Das ist auch im Sinne der kräftigen Fahrradförderung, wie sie die Bundesregierung im Klimapaket vorsieht. Hier muss der Gesetzgeber ran!“    

Popup-Radwege: Weltweit erprobtes Modell
Popup-Radwege sind Schnellbauversionen von sogenannten geschützten Radfahrstreifen. Sie werden mit einfachen Mitteln – meist Farbe und Poller oder Baken – auf der Fahrbahn errichtet, um schnell Lücken im Radwegenetz zu schließen. Ziel ist, diese Schnellbau-Radwege im zweiten Schritt dauerhaft zu machen, denn gute Radwege sind Mangelware. Schnellbau-Radwege kommen seit Jahren weltweit zum Einsatz, um Platz für den rapide ansteigenden Radverkehr zu schaffen. Während der Corona-Pandemie war das in vielen Metropolen verstärkt der Fall, vor allem in Bogotà, Mailand, Brüssel und Paris. In Deutschland war Berlin Vorreiter beim Bau von Popup-Radwegen. München und Hamburg sind nachgezogen, in weiteren Städten sind Popup-Radwege geplant.  

Hintergrund zum Berliner Rechtsstreit
In Berlin hatte die AfD gegen acht neue Radwege geklagt. Gegen den ersten Beschluss im Eilverfahren hatte die Verkehrsverwaltung beim Oberverwaltungsgericht Beschwerde eingelegt. Das OVG hat in seiner heutigen Entscheidung die Rechtmäßigkeit der Popup-Radwege vorläufig bestätigt und den Antrag, sie bis zum Urteil im Hauptsacheverfahren abzubauen, zurückgewiesen.

20.000stes Mitglied in Niedersachsen begrüßt

Die Zahl der ADFC-Mitglieder in Niedersachsen steigt stetig an. Vor kurzem wurde die 20.000ender Marke überschritten. Dieses erfreuliche Ereignis nahm der Landesvorsitzende Rüdiger Henze (links im Bild) zum Anlass, dem neuen Mitglied aus Hannover, der gleich mit der ganzen Familie eingetreten war, zu gratulieren und einen Gutschein eines Fahrradgeschäftes und einen Blumenstrauß zu überreichen. Über diese kleine Aufmerksamkeit freute sich das Ehepaar, das auch im Alltag meistens mit dem Rad unterwegs ist, sehr. „Radfahren ist einfach die entspannteste Art der Fortbewegung“, meint die Familie aus Hannover. Da können wir nur zustimmen.

ADFC ist Verband des Jahres

Der ADFC ist Verband des Jahres in der Kategorie „Reform und Management“. Die Auszeichnung hat der ADFC von der Deutschen Gesellschaft für Verbandsmanagement (DGVM) für herausragende Leistungen im Verbandsmanagement erhalten.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie Öffnet externen Link in neuem Fensterhier

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Raphael Kießling und Mario Junglas (v.l.n.r.) nahmen den Preis Verband des Jahres entgegen. © DGVM

ADFC Niedersachsen fordert Förderprogramm von Lastenrädern für Privatpersonen

Hannover, 14. Juli 2020

Hamburg, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben in den letzten Wochen Förderprogramme auf Landesebene zur Bezuschussung beim Kauf von Lastenrädern aufgelegt.

Der ADFC Niedersachsen ist überzeugt, dass ein solches Förderprogramm auch in Niedersachsen möglich sein muss. Deshalb hat sich gestern der Landesvorsitzende Rüdiger Henze in einem Brief direkt an den Ministerpräsidenten Stephan Weil gewandt, um dieser Forderung Ausdruck zu verleihen.

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Landesvorsitzender Rüdiger Henze unterwegs mit dem NDR

In der NDR-Sendung "Mein Nachmittag" am 3. Juni ging es unter anderem um das Thema "Radfahren in Corona-Zeiten". Der Landesvorsitzende Rüdiger Henze radelte mit der NDR-Reporterin Marion Püning abseits der großen Routen in der Seeveaue südlich von Hamburg.

Hier der Link zur Sendung. Ab Minute 5:40 geht’s los.

https://www.ardmediathek.de/ard/video/mein-nachmittag/mein-nachmittag-oder-03-06-2020/ndr-fernsehen/Y3JpZDovL25kci5kZS85MDcwZWM0ZS01OTFmLTRhMGEtYWY3Zi0wMjEyM2IwNGNlN2M/

Neue Verkehrssicherheitskampagne in Niedersachsen

Neue Verkehrssicherheitskampagne in Niedersachsen – Abstand zu Fahrrädern einhalten!

Pistorius: „Mit dieser Kampagne wollen wir alle Verkehrsteilnehmer informieren und sensibilisieren. Wir werben um mehr gegenseitige Rücksichtnahme und mehr Abstand im Straßenverkehr zu Fahhradfahrenden.“

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, hat heute (18.05.2020) gemeinsam mit dem Präsidenten der Polizeidirektion Hannover, Volker Kluwe, den Startschuss für eine neue landesweite Verkehrssicherheitskampagne gegeben: Mit Aufklebern an ihren Streifenwagen weist die niedersächsische Polizei ab sofort auf die neue gesetzliche Regelung zum Seitenabstand beim Überholen von Fahrradfahrenden hin.

Pistorius: „Aktuell ist Abstand halten überall das Gebot der Stunde. Mit dieser Kampagne wollen wir informieren und für ein Mehr an gegenseitiger Rücksichtnahme und Abstand im Straßenverkehr werben. Es gibt sowohl in den Städten als auch in ländlicheren Gebieten Niedersachsens einen immer stärkeren Trend hin zur Nutzung von Fahrrädern und insbesondere E-Bikes. Gerade da, wo sich Autos und Fahrräder die Straße teilen müssen, ist umso mehr gegenseitige Rücksichtnahme dringend geboten.“

Leitet Herunterladen der Datei einHier gehts zur vollständigen Pressemitteilung als PDF

Bei der gestrigen Veranstaltung  waren auch der NDR und Sat1 vor Ort und haben neben Boris Pistorius auch den ADFC-Landesvorsitzenden Rüdiger Henze zum Thema Abstand halten befragt:

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hallo_niedersachsen/Radverkehr-Neue-Kampagne-fuer-mehr-Sicherheit,hallonds58686.html

https://www.sat1regional.de/abstand-halten-verkehrspraeventionskampagne-in-hannover-vorgestellt/

Radtour mit Ministerpräsident Weil

v.l.n.r.: Landrat Kreis Harburg Reiner Rempe, Ministerpräsident Stephan Weil, Kreisvorsitzende Karin Sager, stv. Landesvorsitzender Rüdiger Henze (Bild: Gerhard Hahn)

Nachdem der ADFC Kreisverband Harburg e.V. vergangenen Monat bereits Niedersachsens Verkehrsminster Althusmann zur Radtour begrüßen konnte, radelte am 24. Juli auch Ministerpräsident Weil gemeinsam mit dem ADFC und einer Vielzahl von Interessent*innen durch den Kreis Harburg. Mit fast 70 Teilnehmer*innen startete die Gruppe zur knapp zwei stündigen Tour. Neben dem Forderungskatalog des Kreisverbandes Harburg, der durch seine Vorsitzende Karin Sager überreicht wurde, übergab auch der stellvertretende Landesvorsitzende Rüdiger Henze des ADFC Niedersachsen seine Forderungen.


Die ausführliche Pressemitteilung finden Sie Leitet Herunterladen der Datei einhier.
Öffnet externen Link in neuem FensterWeitere Informationen.

Verkehrsminister Althusmann auf Radtour

Karin Sager und Minister Bernd Althusmann

Minister Althusmann stellte sich bei einer Fahrradtour durch den Landkreis Harburg den Sorgen des ADFC und der Radfahrenden vor Ort. "Wir müssen den Radwegebereich schleunigst ausbauen und sanieren, um unser Ziel, das Fahrradland Nr. 1 zu werden, zu erreichen," so Althusmann.
Organisiert wurde die Fahrradtour durch den ADFC Kreis Harburg und deren Vorsitzende Karin Sager. Für den ADFC Niedersachsen nahm der stellvertretende Landesvorsitzende Rüdiger Henze teil. Sager und Henze überreichten dem Minister die Forderungsbriefe ihres Verbandes.

Einen ausführlichen Bericht finden Sie Leitet Herunterladen der Datei einhier.

Sicherheitsaktion zum Überholen von Radfahrenden

Auf die Konflikte beim Überholen von Radfahrenden durch Kraftfahrzeuge geht die aktuelle Aktion des ADFC Nienburg ein. „Wir wollen über die Regelungen informieren und für Verständnis im Straßenverkehr werben“, so Berthold Vahlsing, Sprecher des örtlichen ADFC. „Enges Überholen verunsichert Radfahrende, mit möglicherweise schlimmen Folgen.“ Mit einer Pressekampagne und eigens entwickelten Info-Aufklebern bzw. Magnetfolien, will der Verein über die Mindestabstände bei Überholvorgängen informieren. Weitere Infos finden Sie Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.

 

Radverkehr als Bestandteil der Koalitionsverträge!

SPD und CDU haben den Radverkehr zum Bestandteil des Koalitionsvertrags gemacht. Im Kapitel Wirtschaft, Arbeit, Verkehr, Digitalisierung, Energie wird in Abschnitt 8 Emissionsarme und klimafreundliche Mobilität das Thema Radverkehr behandelt (Leitet Herunterladen der Datei einRn. 1902 ff.).
Dort heißt es unter anderem: „Die Elektromobilität, die Entwicklung alternativer Antriebssysteme (z. B. Gas- und Wasserstoffantriebe), die Stärkung des Fahrradverkehrs und eines emissionsarmen ÖPNV sind hierbei vorrangig zu betrachten.“
Weiter geht es mit: „Wir wollen gemeinsam mit Kommunen und regionaler Wirtschaft Lösungen entwickeln, um die Lade- und Tankstelleninfrastruktur (Strom, Wasserstoff und andere Energieträger) landesweit, auch an Park&Ride-Anlagen, für Fahrzeuge und Elektrofahrräder auszubauen.“
Abschließend verpflichten sich SPD und CDU „das Fahrradmobilitätskonzept schrittweise umsetzen und die notwendige Ausstattung vorhalten. Für den Erhalt, die Sanierung und die Verbesserung der regionalen Fahrradinfrastruktur – inklusive notwendiger Lückenschlüsse – sollen zusätzliche Mittel bereitgestellt werden. Wir wollen den Ausbau entlang von Bundes- und Landesstraßen fortsetzen und Radschnellwege schaffen. Hierzu soll das Sonderprogramm aus Landesmitteln kofinanziert und etwaige Behinderungen des Radverkehrs im Baustellenmanagement stärker berücksichtigt werden. SPD und CDU wollen die Abstellmöglichkeiten an Bus- und Bahnhaltestationen verbessern und die Mitnahmemöglichkeiten ausbauen.“


*NEU* Wichtigste Verkehrsregeln mehrsprachig

Die AG Asyl des ADFC München gibt die wichtigsten Verkehrsregeln für Radfahrer auf Albanisch Arabisch, Englisch, Farsi, Französisch heraus.

Öffnet externen Link in neuem FensterWeitere Infos und Download finden Sie hier

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