Gründung Frauen-Netzwerk Niedersachsen

Hannover, 21.11.2020

Am letzten Samstag wurde nun auch im ADFC Niedersachsen ein Frauen-Netzwerk gegründet, nachdem mehrere andere Landesverbände dies schon in die Tat umgesetzt hatten. 15 Frauen aus ganz Niedersachsen trafen sich virtuell, um sich über ihre eigenen Bedürfnisse  auszutauschen und zu besprechen, wo die Schwerpunkte der zukünftigen Arbeit liegen sollen. Ein wichtiges Anliegen war allen, sich in der aktiven Arbeit innerhalb und außerhalb des ADFC mehr Gehör zu verschaffen und sichtbarer zu werden. Als zukünftige Themenschwerpunkte wurden Fahrradtechnikkurse für Frauen und Frauen-Radtouren genannt. Auch die Frage, wie eine frauenspezifische Sichtweise in die Radverkehrsplanung einfließen kann, soll diskutiert werden.
Das nächste virtuelle Treffen soll Anfang nächsten Jahres stattfinden. Alle interessierten Frauen sind herzlich eingeladen, teilzunehmen. Weitere Informationen erteilt die Landesgeschäftsstelle.

Kontakt:
Ulla Rademacher
Telefon: 0511/28 25 57
info@adfc-niedersachsen.de

Personalie: Burkhard Stork beendet Tätigkeit beim ADFC

Berlin, 19. November 2020

Nach neun Jahren erfolgreicher Tätigkeit als Bundesgeschäftsführer beendet Burkhard Stork im März 2021 seine Tätigkeit beim Fahrradclub ADFC. Er wechselt als Geschäftsführer zum Zweirad-Industrieverband ZIV. Die Rolle der ADFC-Bundesgeschäftsführung übernimmt bis zur Nachfolgeregelung ADFC-Geschäftsführerin Maren Mattner. Der ehrenamtliche ADFC-Bundesvorstand dankt Burkhard Stork ausdrücklich für die hervorragende Arbeit.
ADFC-Bundesvorsitzender Ulrich Syberg sagt: „Mit Burkhard als Bundesgeschäftsführer hat sich der ADFC in den vergangenen Jahren immens weiterentwickelt. Burkhard Stork hat den ADFC als kampagnenfähigen Treiber der Verkehrswende mit dem Rad im Zentrum aufgestellt, er hat den ADFC bestens in der politischen Welt und in den Medien positioniert – und wir haben mit ihm die 200.000 Mitglieder-Marke geknackt. Wir sind optimistisch, auf dieser Grundlage die ADFC-Erfolgsgeschichte weiter schreiben zu können. Burkhard Stork wünsche ich bei seiner zukünftigen Tätigkeit von Herzen viel Erfolg. Als Gegengewicht zur Autolobby brauchen wir auch einen starken Zweirad-Industrieverband!“

Jubiläum: 25 Jahre Bett+Bike

Seit 25 Jahren steht das Label Bett+Bike für Qualität im Radtourismus. Fahrradurlauber können aus 5.800 Hotels, Pensionen, Jugendherbergen, Naturfreundehäusern und Campingplätzen wählen, die sich besonders auf die Bedürfnisse von Rad fahrenden Gästen einstellen. In Niedersachsen sind mehr als 630 fahrradfreundliche Betriebe dabei.
Als Antwort auf die steigende Nachfrage nach Gastgebern, die bereit sind, Rad fahrende Gäste auch für nur eine Nacht aufzunehmen, entwickelte der ADFC im Jahr 1995 einen Kriterienkatalog für fahrradfreundliche Beherbergungsbetriebe.
Bett+Bike hat sich zu einer einzigartigen Marke im Radtourismus entwickelt, die für Qualität und Nachhaltigkeit bekannt ist. Bett+Bike bezieht sich nicht nur auf Deutschland, mittlerweile haben sich dem Netzwerk europäische Länder wie Österreich, Luxemburg, Dänemark und Belgien angeschlossen.
Ein Schwerpunkt der Marketingarbeit liegt auf der digitalen Kommunikation. Die Website www.bettundbike.de bietet ein Portal mit verschiedenen Suchkriterien, um den passenden Gastgeber für die Radreise zu finden. Zudem bieten Reise- und Tourentipps weitere Planungshilfen. Mit der Bett+Bike App kann bequem unterwegs der passende Gastgeber ausgewählt werden.

Um den Radtourismus auch weiterhin erfolgreich zu gestalten, hat sich das Bett+Bike Team folgende Ziele gesetzt:

- Verständnis für den Radverkehr im Tourismus erhöhen
- Menschen nachhaltig zum Radfahren bewegen
- Digitalisierung weiter vorantreiben
- Außergewöhnliche Gastgeber finden
- Gastgeber beraten bei dem Wandel zur fahrradfreundlichen Unterkunft

Mit dem Bett+Bike-Team feiern 160 Bett+Bike-Gastgeber der ersten Stunde! Wir gratulieren herzlich und wünschen dem Bett+Bike-Team weiterhin viel Erfolg!

Endlich tut sich was in Niedersachsen

Pressemitteilung des Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung
„U21FreizeitKarte Niedersachsen“: Ab Dezember mit neuem Jugend-Ticket per Nahverkehrszug durch ganz Niedersachsen


Ab dem 13. Dezember 2020 können Jugendliche und junge Erwachsene unter 21 Jahren mit einem neuen Fahrkartenangebot günstig und regelmäßig in allen Nahverkehrszügen in Niedersachsen unterwegs sein. Dafür sorgt die neue „U21FreizeitKarte Niedersachsen" des Niedersachsentarifs, dem gemeinsamen Nahverkehrstarif aller Eisenbahnverkehrsunternehmen in Niedersachsen. Mit dem neuen Angebot sollen unter 21-Jährige einen Monat lang auf der Schiene durchs ganze Land fahren können, etwa von Göttingen bis Cuxhaven und von Bad Bentheim bis Helmstedt, sowie nach Bremen und Hamburg: Von Montag bis Freitag ab 14:00 Uhr und außerdem an Wochenenden, Feiertagen sowie in allen niedersächsischen Schulferien den ganzen Tag.

Dazu erklärt Niedersachsens Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann: „Die Einführung der neuen U21-Karte freut mich sehr. Sie steigert die Attraktivität des Nahverkehrs auf der Schiene für junge Leute, insbesondere auch für Schülerinnen, Schüler, Azubis und Freiwilligendienstleistende. Gleichzeitig verbessern wir deutlich die umweltfreundliche, flexible und kostengünstige Mobilität dieser Zielgruppe, insbesondere in ländlichen Regionen. Erstmals schaffen wir für den Freizeitverkehr auf der Schiene ein landesweit gültiges Schüler- und Azubi-Ticket. Die U21-Karte ist damit ein erster wichtiger Baustein auf dem Weg zu einem preislich attraktiven und flexiblen Ticketangebot für Schüler und Azubis im gesamten Nahverkehr in Niedersachsen, wie es der Koalitionsvertrag vorsieht."

Der Geschäftsführer der Niedersachsentarif-Gesellschaft (NITAG), Andreas Meyer, ergänzt: „Wir sehen unser neues Angebot als wichtigen Beitrag, für junge Menschen landesweit die Nutzung des SPNV noch attraktiver zu gestalten. Und wir freuen uns, dass auch das Land Niedersachsen hinter der Einführung steht und diese auch unterstützen möchte."

Die „U21FreizeitKarte Niedersachsen" soll als Monatskarte für 29 Euro und als Jahresabo für 25 Euro pro Monat angeboten werden und auf allen Schienennahverkehrsstrecken, auf denen auch das Niedersachsen-Ticket gilt, gültig sein - also in ganz Niedersachsen sowie auch für Fahrten nach Bremen, Hamburg, Hengelo sowie zu einigen angrenzenden Stationen in Nordrhein-Westfalen und Hessen. Es soll zunächst als Pilotprojekt für zwei Jahre eingeführt werden.

Das Verkehrsministerium hat an der Entwicklung dieses Angebots mitgearbeitet. Es plant daher, Werbe-, Kommunikations- und Informationsmaßnahmen für die neue U21-Karte finanziell zu unterstützen, damit dieses schnellstmöglich und flächendeckend bei der Zielgruppe bekannt wird. Außerdem sollen zügig erste Erkenntnisse zur Nutzung des Tickets gesammelt und evaluiert werden, so dass über eine mögliche Weiterentwicklung oder dauerhafte Fortsetzung des Tickets entschieden werden kann.

Diese Information im Portal des Landes Niedersachswen:Öffnet externen Link in neuem Fenster https://www.mw.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/presseinformationen/u21freizeitkarte-niedersachsen-ab-dezember-mit-neuem-jugend-ticket-per-nahverkehrszug-durch-ganz-niedersachsen-194239.html

Zwischenstand zur Umfrage: ADFC-Fahrradklima-Test 2020 knackt alle Rekorde

Berlin, 15. Oktober 2020

Der aktuelle Fahrradboom zeigt sich auch beim ADFC-Fahrradklima-Test 2020. Die bundesweite Umfrage zur Fahrradfreundlichkeit, die der Fahrradclub ADFC alle zwei Jahre gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium durchführt, hat schon zur Halbzeit die 100.000er-Marke bei den Teilnahmezahlen geknackt. Mehr Städte als je zuvor sind im Rennen – aber es gibt auch Kommunen, die noch einen Stimmen-Schub gebrauchen können, so der ADFC.
 
ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt: „Es freut uns sehr, dass immer mehr Menschen die Fahrradfreundlichkeit ihrer Städte wichtig finden – und bereit sind, Auskunft über ihre Erfahrungen als Radfahrende zu geben. Das gilt besonders, seitdem Corona viele Neuaufsteiger auf das Rad gebracht hat. Viele Bürgerinnen und Bürger haben in den letzten Monaten zum ersten Mal erlebt, wie es ist, im Jahr 2020 in Deutschland Rad zu fahren. Es ist wichtig, diese Rückmeldungen ernst zu nehmen und in den bundesweit geplanten Ausbau der Radwegenetze einfließen zu lassen. Danke an alle, die mitmachen!“

65 Prozent mehr Halbzeit-Teilnahmen als 2018
Beim letzten Durchgang des ADFC-Fahrradklima-Tests im Jahr 2018 haben in den drei Monaten der Umfrage insgesamt 170.000 Personen abgestimmt. Jetzt sind es schon nach sechs Wochen mehr als 120.000 Personen, das sind 65 Prozent mehr als zum selben Zeitpunkt 2018.

Bisher 510 Städte und Gemeinden in der Wertung
Bis auf Salzgitter sind schon alle 81 Großstädte im Rennen. Das heißt, sie haben bereits jetzt die Mindeststimmenzahl erhalten – und kommen damit ins große Städteranking. Mit der bayerischen Gemeinde Möhrendorf ist aber auch die kleinste jemals beim Fahrradklima-Test bewertete Ortschaft dabei. Insgesamt sind zur Halbzeitbilanz 510 Städte und Gemeinden in der Wertung, im Jahr 2018 waren es 683 insgesamt zum Ende der Umfrage. Stork: „Es freut uns besonders, dass auch viele ländliche Kommunen beim ADFC-Fahrradklima-Test dabei sind. Denn das Rad ist das cleverste Verkehrsmittel sowohl auf dem Land als auch in der Stadt.“

Emden, Goslar und Cloppenburg brauchen noch Stimmen
Einige Städte und Gemeinden in Niedersachsen könnten nochmal einen kleinen boost gebrauchen. Bei vielen fehlen nur ganz wenige Stimmen, um ein aussagekräftiges Umfrageergebnis zu erreichen. Auch Melle, Georgsmarienhütte, Achim, Haren (Ems) und Helmstedt, Stadthagen und Quakenbrück haben gute Aussichten, es noch zu schaffen.

 Wie fahrradfreundlich ist deine Stadt?
Seit 1. September bis zum 30. November 2020 können interessierte Bürgerinnen und Bürger auf www.fahrradklima-test.adfc.de an der Online-Umfrage des ADFC teilnehmen. Bei den 27 Fragen geht es darum, ob man sich auf dem Rad sicher fühlt, wie gut die Radwege sind und ob die Stadt in Zeiten von Corona das Fahrradfahren besonders fördert. Damit fundierte Ergebnisse erzielt werden können, müssen pro Stadt mindestens 50 Teilnahmen vorliegen. Bei größeren Städten sind mindestens 75 beziehungsweise 100 Abstimmungsergebnisse nötig. Der ADFC-Fahrradklima-Test wird alle zwei Jahre mit Unterstützung des Bundesverkehrsministeriums durchgeführt und findet 2020 zum neunten Mal statt. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2021 in Berlin vorgestellt. Ausgezeichnet werden die fahrradfreundlichsten Städte in sechs Einwohner-Größenklassen. Beim ADFC-Fahrradklima-Test 2018 lagen Bremen, Karlsruhe, Göttingen, Bocholt, Baunatal und Reken in ihrer jeweiligen Größenklasse vorn.


Treffen im Landtag

Der Landesvorsitzende Rüdiger Henze und Isabella Breeck, Referentin für Radverkehr beim ADFC Niedersachsen haben sich am 13. Oktober mit dem verkehrspolitischen Sprecher der Grünen im Landtag, Detlev Schulz-Hendel, zu einem allgemeinen Austausch getroffen. Unter anderem ging es in dem Gespräch um eine kostenlose Fahrradmitnahme in allen Regionalbahnen Niedersachsens.

Detlev Schulz Hendel (Bildmitte) betont auf seinem Facebook-Auftritt: „Uns als Landtagsfraktion und mir als verkehrspolitischem Sprecher ist dieser Austausch sehr wichtig. Wir schätzen die Arbeit und das Engagement des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club in Niedersachsen für eine zukunftsorientierte Fahrradpolitik sehr... Wir werden den gemeinsamen Austausch fortsetzen und wünschen Isabella Breeck viel Erfolg bei ihrer neuen Aufgabe als Referentin für Radverkehr beim ADFC Niedersachsen“.

Bis zu 45 Millionen Euro jährlich für Radfahrinfrastruktur Althusmann: Wir investieren so viel wie nie zuvor

Niedersachsen will die Radfahrinfrastruktur in den nächsten Jahren weiter verbessern und stockt die Mittel ein weiteres Mal auf. Im zweiten Nachtragshaushalt wurden 20 Millionen Euro zusätzlich bis 2022 für ein Rad- und Radwegsonderprogramm eingestellt. Hiervon fließen insgesamt 15 Millionen in den Radwegneubau und die Radwegerhaltung an den Landesstraßen und fünf Millionen Euro in ein Sonderprogramm für Lastenräder

Im diesjährigen Landeshaushalt sind bereits erstmalig zehn Millionen Euro für Erhaltung und zehn Millionen Euro für den Neubau von (Bürger-) Radwegen an Landesstraßen enthalten, die nun um weitere fünf Millionen Euro aus dem Nachtragshaushalt aufgestockt wurden. Zum Vergleich: Für den Radwegebau an Landesstraßen standen 2019 insgesamt 15 Millionen und in den Jahren davor zehn Millionen Euro zur Verfügung.

Auch der Bund stellt zehn Millionen Euro für Radwege an Bundesstraßen in Niedersachsen bereit. Mit weiteren zehn Millionen Euro wird der kommunale Radwegbau nach dem Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (NGVFG) gefördert. Dieses Jahr stehen damit insgesamt 45 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel für die Radinfrastruktur bereit. Es ist geplant, diesen Höchstbetrag auch im nächsten Jahr zur Verfügung zu stellen.

Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann: "Wir investieren so viel wie nie zuvor in gute und sichere Infrastruktur für Fahrräder. In den 1970-er Jahren haben Stadtplaner die autofreundliche Stadt realisiert, jetzt steht das Fahrrad im Fokus. Daran zeigt sich ein neues Umweltbewusstsein und ein anderes Lebensgefühl vor allem der jüngeren Generationen. Auch das Angebot neuartiger Fahrräder treibt den Wandel voran. Mit Lastenrädern lassen sich sogar Wocheneinkäufe erledigen und mit E-Bikes kann man etwas längere Strecken zum Arbeitsplatz bewältigen. Es ist unser Ziel, überall sichere und bedarfsgerechte Radwege schaffen."

Voraussichtlich Ende November soll das Fahrradmobilitätskonzept Niedersachsen veröffentlicht werden. Zentrale Ziele sind die Erhöhung der Anteile der zurückgelegten Wege mit dem Rad von 15 auf 20 Prozent und eine Reduzierung getöteter und verletzter Radfahrer um 20 Prozent.

ADFC-Statement zum Beschluss des Berliner OVG: Popup-Radwege sind rechtmäßig – juristische Hürden für Radwegebau müssen weg

Berlin, 6. Oktober 2020

Zur heutigen Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg zur Rechtmäßigkeit von Popup-Radwegen sagt ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork:

„Der platte Versuch der AfD, die Verkehrspolitik der 1950er Jahre zurückzuholen, ist gescheitert – gut so. Geschützte Radfahrstreifen, auch in Schnellbauweise als Popup-Radweg, können  im Einklang mit der Straßenverkehrs-Ordnung überall eingerichtet werden, wo sie die Verkehrssicherheit verbessern. Und so wie die Dinge stehen, ist das an fast jeder mehrspurigen Hauptstraße in Deutschland der Fall. Was jetzt passieren muss: Die Hürden für den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur müssen weg. Es kann nicht sein, dass eine Kommune erst Fahrradunfälle nachweisen muss, um einen Radweg anlegen zu können. Es muss reichen, dass er wichtig für das kommunale Radverkehrsnetz ist. Das ist auch im Sinne der kräftigen Fahrradförderung, wie sie die Bundesregierung im Klimapaket vorsieht. Hier muss der Gesetzgeber ran!“    

Popup-Radwege: Weltweit erprobtes Modell
Popup-Radwege sind Schnellbauversionen von sogenannten geschützten Radfahrstreifen. Sie werden mit einfachen Mitteln – meist Farbe und Poller oder Baken – auf der Fahrbahn errichtet, um schnell Lücken im Radwegenetz zu schließen. Ziel ist, diese Schnellbau-Radwege im zweiten Schritt dauerhaft zu machen, denn gute Radwege sind Mangelware. Schnellbau-Radwege kommen seit Jahren weltweit zum Einsatz, um Platz für den rapide ansteigenden Radverkehr zu schaffen. Während der Corona-Pandemie war das in vielen Metropolen verstärkt der Fall, vor allem in Bogotà, Mailand, Brüssel und Paris. In Deutschland war Berlin Vorreiter beim Bau von Popup-Radwegen. München und Hamburg sind nachgezogen, in weiteren Städten sind Popup-Radwege geplant.  

Hintergrund zum Berliner Rechtsstreit
In Berlin hatte die AfD gegen acht neue Radwege geklagt. Gegen den ersten Beschluss im Eilverfahren hatte die Verkehrsverwaltung beim Oberverwaltungsgericht Beschwerde eingelegt. Das OVG hat in seiner heutigen Entscheidung die Rechtmäßigkeit der Popup-Radwege vorläufig bestätigt und den Antrag, sie bis zum Urteil im Hauptsacheverfahren abzubauen, zurückgewiesen.

20.000stes Mitglied in Niedersachsen begrüßt

Die Zahl der ADFC-Mitglieder in Niedersachsen steigt stetig an. Vor kurzem wurde die 20.000ender Marke überschritten. Dieses erfreuliche Ereignis nahm der Landesvorsitzende Rüdiger Henze (links im Bild) zum Anlass, dem neuen Mitglied aus Hannover, der gleich mit der ganzen Familie eingetreten war, zu gratulieren und einen Gutschein eines Fahrradgeschäftes und einen Blumenstrauß zu überreichen. Über diese kleine Aufmerksamkeit freute sich das Ehepaar, das auch im Alltag meistens mit dem Rad unterwegs ist, sehr. „Radfahren ist einfach die entspannteste Art der Fortbewegung“, meint die Familie aus Hannover. Da können wir nur zustimmen.

ADFC-Statement zur StVO-Debatte Kein Machtpoker bei der Verkehrssicherheit – Fahrradnovelle wieder in Kraft setzen!

Berlin, 18. September 2020
030/20

Zur heutigen Debatte im Bundesrat zu Straßenverkehrsordnung und Bußgeldkatalog sagt ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork:
„Radfahrerinnen und Radfahrer empfinden es als Hohn, wenn das Gezänk zwischen Bund und verschiedenen Ländern zulasten ihrer Sicherheit geht. Die Straßenverkehrsordnung eignet sich nicht für politische Machtspiele! Die Verbesserungen für den Radverkehr müssen unverzüglich wieder in Kraft gesetzt werden – zur Not zunächst unter Ausklammerung des Raserthemas!“    

Hintergrund StVO-Rollback
Durch einen Formfehler in der novellierten Straßenverkehrs-Ordnung fallen derzeit auch die Bußgelder für gefährdendes Verhalten gegenüber Radfahrenden zurück auf das Niveau vor der Reform. Der Fahrradclub ADFC appelliert dringend an das Bundesverkehrsministerium und die Landesregierungen, die Debatte um Fahrverbote für Raser gesondert zu führen – und die Verbesserungen für den Radverkehr unverzüglich wieder in Kraft zu setzen. Die Ende April in Kraft getretene neue Straßenverkehrsordnung nebst angeschlossenem Bußgeldkatalog hatte zahlreiche Verbesserungen für den Radverkehr gebracht, für die der ADFC lange gekämpft hat. So wurde erstmals ausdrücklich festgelegt, dass Autofahrende beim Überholen von Radfahrenden mindestens 1,50 Meter Sicherheitsabstand halten müssen. Die Bußgelder für das Zuparken von Radwegen wurden auf bis zu 100 Euro deutlich erhöht, das Halten auf Schutzstreifen wurde ausdrücklich verboten. Auch das Abbiegen und Autotür-Öffnen ohne Schulterblick wurde verteuert. Ein Dissens über die Höhe der Sanktionen bei Geschwindigkeitsüberschreitungen und ein übersehener Paragraf im Vorspann drohen jetzt auch den Rest der Reform zu kippen.

Infas-Umfrage: 71 Prozent der Bevölkerung für bessere Schul-Radwege

Hannover, 14. September 2020

06/2020

Eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung (99 Prozent) findet, dass Maßnahmen erforderlich sind, damit mehr Kinder mit dem Rad zur Schule fahren. Breitere und vom Autoverkehr getrennte Radwege (71 Prozent) sowie die Einrichtung von Fahrradstraßen (54 Prozent) sind dabei die wichtigsten Forderungen. Ein Drittel der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger hält es generell für unsicher, wenn Kinder mit dem Fahrrad zur Schule fahren. Das zeigt eine aktuelle Infas-Umfrage im Auftrag des ADFC. Der Fahrradclub fordert den beschleunigten Ausbau der Schulradwegenetze.  

ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt: „Wir wussten, dass Eltern die Schulwege ihrer Kinder oft als gefährlich wahrnehmen und sie deshalb nicht gern allein fahren lassen. Aber mit einem so drastischen Appell an die Kommunalpolitik, im ganzen Land für bessere und sichere Schul-Radwege zu sorgen, haben selbst wir nicht gerechnet. Das Thema Verkehr und Sicherheit beschäftigt alle – besonders mit Blick auf die Kinder!“

Eigenständig zur Schule – finden 81 Prozent wichtig
Der Aussage „Für Kinder ist es das Beste, wenn sie möglichst eigenständig zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule kommen“ stimmten 81 Prozent der Bevölkerung zu. Unter den Personen mit schulpflichtigen Kindern waren es sogar 83 Prozent. Stork: „Wir wissen aus anderen Studien, dass über 40 Prozent der Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht werden – aber über 80 Prozent finden, dass ein selbständig zurückgelegter Schulweg eigentlich die beste Option ist. Es muss Verkehrs- und Bildungspolitik alarmieren, dass Eltern hier wider besseren Wissens handeln.“  

„Elterntaxi“ als Notlösung
Eine klare Mehrheit von 58 Prozent stimmten der Aussage zu „Es ist sicher nicht optimal, Kinder mit dem Auto zur Schule zu bringen, aber manchmal einfach praktischer“. Unter den Personen mit schulpflichtigen Kindern sehen das sogar 62 Prozent so. Bei Erwerbstätigen ist die Zustimmung zu dieser Aussage deutlich höher (61 Prozent), als bei Nicht-Erwerbstätigen (51 Prozent).  Stork: „Es ist klar, dass berufstätige Eltern unter Zeitdruck stehen und deshalb so antworten. Es brächte viel Entlastung in die Familien, wenn diese Eltern ihre Kinder mit gutem Gefühl selbständig auf den Schulweg schicken könnten.“       

Einkommensschwächere nehmen das Radfahren zur Schule als unsicherer wahr
32 Prozent der Bevölkerung halten es für unsicher, wenn Kinder mit dem Fahrrad zur Schule fahren. Frauen beurteilen die Wege insgesamt als unsicherer (36 Prozent) als Männer (27 Prozent). Auffällig ist, dass die Schulwege als umso sicherer beurteilt werden, je höher das Haushaltseinkommen ist. Stork: „Es gibt immer mehr Indizien, dass brauchbare Radwege vor allem in wohlhabenderen Wohngegenden zu finden sind – weniger dort, wo benachteiligte Familien wohnen. Mit Blick auf die kognitionsfördernde Wirkung des Radfahrens ist das eine katastrophale Erkenntnis. Wir brauchen gute Radwege für alle – nicht nur für die ohnehin schon Privilegierten.“   

77 Prozent sehen Potenzial für mehr radfahrende Kinder
Mehr als drei Viertel der Bevölkerung (77 Prozent) denken, dass mehr Eltern ihre Kinder mit dem Rad zur Schule fahren oder zu Fuß gehen lassen würden, wenn die Schulwege sicherer wären. Eine ebenfalls deutliche Mehrheit (71 Prozent) vermutet, dass auch mehr Eltern ihre Kinder mit Bus und Bahn zur Schule fahren lassen würden, wenn die ÖPNV-Verbindungen besser wären. Zur ÖPNV-Frage ist die Zustimmung im ländlichen Raum mit 74 Prozent besonders hoch – gegenüber 68 Prozent in der Großstadt. Dazu Rüdiger Henze, Vorsitzender des ADFC-Landesverbandes Niedersachen: „Gerade im Flächenland Niedersachsen sind viele Schülerinnen und Schüler auf den Über-Land-Bus angewiesen. Einige Kilometer können sie aber auch mit dem Rad überwinden. Hier kommt es auf eine geschlossene und komfortable Radwegeführung an, damit die häufig überfüllten Busse entlastet werden.“

Breitere, getrennte Radwege und Fahrradstraßen gefordert
Nur 1 Prozent der Bevölkerung sagt, dass keine Maßnahmen ergriffen werden müssen, um das Radfahren zur Schule zu fördern. Die überwältigende Mehrheit der Bundesbürgerinnen und -bürger ist also der Meinung, dass etwas passieren muss. 71 Prozent finden, dass breitere und vom Autoverkehr getrennte Radwege helfen würden, mehr Schulkinder aufs Rad zu bringen. 54 Prozent sprechen sich für Fahrradstraßen aus, auf denen das Rad Vorrang vor dem Auto hat und höchstens Tempo 30 gefahren werden darf. 52 Prozent halten mehr Radfahrunterricht für sinnvoll. 38 Prozent halten Tempo 30 auf dem gesamten Schulweg für zielführend und 20 Prozent sprechen sich dafür aus, dass Schulstraßen zum Unterrichtsbeginn für den Autoverkehr gesperrt werden. Dieses Modell wird derzeit in Wien getestet.

Hintergrund: Knapp die Hälfte der Kinder wird gebracht, trotz kurzer Wege
43 Prozent aller Kinder unter 10 Jahren werden mit dem Auto zur Schule gefahren. In den Niederlanden, dem Land mit dem am besten ausgebauten Radwegenetz weltweit, beträgt der Anteil nur 28 Prozent. Dabei ist der Großteil der Schulwege in Deutschland sehr kurz: 47 Prozent sind unter einem Kilometer, 68 Prozent unter zwei Kilometern und 89 Prozent aller Schulwege sind unter fünf Kilometern lang.

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Neuer Termin Kidical Mass: 19./20. September: Erste bundesweite Familien-Fahrraddemo in über 90 Städten

Berlin, 8. September 2020

Schon für März angekündigt – jetzt findet sie endlich statt: die erste bundesweite Familien-Fahrraddemo „Kidical Mass“. Am 19. und 20. September 2020 werden Kinder, Jugendliche und Familien auf Rädern durch über 90 Städte fahren – selbstverständlich unter Einhaltung der Hygieneregeln. Sie fordern eine neue Verkehrspolitik, damit Kinder sicher und selbständig in den Städten Radfahren können. Die bundesweite Aktion wurde von der Kidical Mass Köln ins Leben gerufen. Unterstützt und organisiert wird das Aktionswochenende vom Fahrradclub ADFC, Campact, Changing Cities, Deutsches Kinderhilfswerk, Greenpeace, RADKOMM, VCD sowie mehr als 150 regionalen Initiativen.

ADFC-Vizebundesvorsitzende Rebecca Peters sagt: „Eine gute Stadt ist eine, in der Kinder fröhlich zur Schule radeln oder laufen – und Eltern das mit gutem Gefühl unterstützen. Das ist in Deutschland aber leider die Ausnahme. Mit gefährlichen Schulwegen muss endlich Schluss sein - wir brauchen kindertaugliche Straßen im ganzen Land!“ Kidical Mass-Organisatorin Simone Kraus ergänzt: „Wir wollen, dass sich Kinder sicher und selbständig mit dem Fahrrad in unseren Städten bewegen können. Mehr Freiräume zum Bewegen und Fahrradfahren haben in Corona-Zeiten eine noch höhere Bedeutung bekommen.“

Familien-Fahrraddemos in über 90 Städten
Mehr als 100 Fahrraddemos sind angekündigt, von Aachen bis Würzburg in über 90 Städten. Im europäischen Ausland sind sogar Bern, Bristol, Brüssel und Wien mit dabei. Die Initiatoren rechnen mit regem Interesse von kleinen und großen Radfahrerinnen und Radfahrern und einer bunten Vielfalt von Kinderrädern, Lastenrädern, Kindern im Anhänger oder auf dem Kindersitz.

Schlechte Bedingungen – besonders für Kinder
Die Bedingungen zum Radfahren sind schlecht. Es fehlt an Platz, oft gibt es gar keine Radwege und die vorhandenen sind zu schmal oder nicht vor dem Autoverkehr geschützt. Beim ADFC-Fahrradklima-Test sagten 74 Prozent von über 170.000 Befragten, dass man Kinder nur mit schlechtem Gefühl allein fahren lassen könne. In den Großstädten sind es sogar 85 Prozent. Laut Statistik des Bundesverkehrsministeriums werden mittlerweile 43 Prozent der Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht. In den Niederlanden, dem Land mit der besten Radinfrastruktur der Welt, sind es nur 28 Prozent. Immer weniger Kinder in Deutschland können sicher Radfahren.

Kidical Mass fordert sichere Schulradwege
Die Kidical Mass fordert bessere Bedingungen für Radfahrende, insbesondere für Kinder, Jugendliche und Familien. Konkret werden durchgängige Qualitätsradwegenetze mit integrierten Schulradwegenetzen und Tempo 30 innerorts gefordert. Im Umfeld von Schulen sollen flächendeckend Fahrradstraßen und als Sofortmaßnahmen Schulstraßen nach Wiener Vorbild eingerichtet werden. In der österreichischen Hauptstadt werden Straßen mit hoher Kfz-Belastung zum Schulbeginn und oft auch zum Schulende für den Autoverkehr geschlossen. Eltern mit Schulkindern gibt der ADFC Tipps in seinem neuen Öffnet externen Link in neuem FensterDossier „Mit dem Rad zur Schule“.

Lebenswerte Städte für alle
Die Veranstalter betonen, dass die Kidical Mass mehr als eine Fahrraddemo ist. Die Initiative setzt sich für lebenswerte Städte für alle Generationen ein. Eine kindersichere Radinfrastruktur ermöglicht angstfreies Radfahren für Menschen jeden Alters. Die kinderfreundliche, grüne Stadt hat jede Menge Platz zum Spielen - und für Begegnungen. Auch von der besseren Luft- und Lebensqualität einer echten Fahrradstadt profitieren alle.

Hintergrund Kidical Mass
Die Kidical Mass ist eine Aktionsform für kindersichere Radwege, die 2008 im amerikanischen Oregon ins Leben gerufen wurde. Die ersten deutschen Kidical Mass-Demos organisierten Familien 2017 und 2018 in Berlin, Darmstadt, Stuttgart und Köln. 2019 gab es bereits 30 Kidical Mass-Veranstaltungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit bis zu 1.100 Teilnehmenden. Mit dem Aktionswochenende am 19. / 20. September 2020 findet die Kidical Mass zum ersten Mal in ganz Deutschland und darüber hinaus statt. Der Begriff „Kidical Mass“ lehnt sich an die ebenfalls aus den USA stammende Aktionsform „Critical Mass“ an – im Unterschied zu ihr sind die Kidical Mass-Demos aber angemeldete Veranstaltungen mit beschriebenen politischen Forderungen.

ADFC ist Verband des Jahres

Der ADFC ist Verband des Jahres in der Kategorie „Reform und Management“. Die Auszeichnung hat der ADFC von der Deutschen Gesellschaft für Verbandsmanagement (DGVM) für herausragende Leistungen im Verbandsmanagement erhalten.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie Öffnet externen Link in neuem Fensterhier

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Raphael Kießling und Mario Junglas (v.l.n.r.) nahmen den Preis Verband des Jahres entgegen. © DGVM

ADFC-Fahrradklima-Test 2020 startet am 1. September - Wie fahrradfreundlich ist deine Stadt – in Zeiten von Corona?

Berlin, 31. August 2020

Am 1. September startet die große Online-Umfrage zum ADFC-Fahrradklima-Test 2020. Alle zwei Jahre fragt der Fahrradclub ADFC mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die Radfahrenden in ganz Deutschland, wie es um die Fahrradfreundlichkeit der Städte und Gemeinden bestellt ist. Der diesjährige Themenschwerpunkt ist das Radfahren in Zeiten von Corona.  

Rebecca Peters, stellvertretende ADFC-Bundesvorsitzende, sagt: „Corona hat auf einen Schlag viele Menschen zum Radfahren gebracht, die das noch nie oder lange nicht mehr gemacht haben. Uns interessiert sehr, wie diese Neuaufsteiger das Radfahren wahrnehmen. Macht es Spaß? Ist es Stress? Was muss verbessert werden? Die Einschätzungen der routinierten Radfahrerinnen und Radfahrer sind natürlich genauso wichtig. Je mehr Leute beim ADFC-Fahrradklima-Test mitmachen, desto besser! Je vielstimmiger die Rückmeldungen sind, desto klarer kann eine Kommune einschätzen, wo sie noch besser und einladender zum Radfahren werden kann.“     

Wie fahrradfreundlich ist deine Stadt?    

Vom 1. September bis 30. November 2020 kann man auf Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.fahrradklima-test.adfc.de an der Online-Umfrage des ADFC teilnehmen. Bei den 27 Fragen geht es darum, ob man sich auf dem Rad sicher fühlt, wie gut die Radwege sind und ob die Stadt in Zeiten von Corona das Fahrradfahren besonders fördert. Damit fundierte Ergebnisse erzielt werden können, müssen pro Stadt mindestens 50 Teilnahmen vorliegen. Bei größeren Städten sind mindestens 75 beziehungsweise 100 Abstimmungsergebnisse nötig.

Neunter Durchgang - mit Förderung des BMVI

Der ADFC-Fahrradklima-Test findet zum neunten Mal statt – seit 2012 im Zwei-Jahres-Rhythmus. Möglich gemacht hat das eine Förderung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Die Zahl der Teilnehmenden hat sich seither immer weiter gesteigert – 2012 waren es 80.0000, 2018 haben schon mehr als doppelt so viele Menschen bei der Umfrage mitgemacht. 683 Städte und Gemeinden haben es 2018 in die Wertung geschafft, von Aachen bis Zwickau.

Auszeichnung der fahrradfreundlichsten Städte im Frühjahr 2021

Die Ergebnisse des ADFC-Fahrradklima-Tests 2020 werden im Frühjahr 2021 in Berlin vorgestellt. Ausgezeichnet werden die fahrradfreundlichsten Städte nach sechs Einwohner-Größenklassen sowie diejenigen Städte, die seit der letzten Befragung am stärksten aufgeholt haben. Das Städteranking und die detaillierte Notenvergabe der Radfahrenden haben sich als wichtiges Zufriedenheitsbarometer für fahrradfreundliche, lebenswerte Städte etabliert. Beim Öffnet externen Link in neuem FensterADFC-Fahrradklima-Test 2018 lagen Bremen, Karlsruhe, Göttingen, Bocholt, Baunatal und Reken jeweils in ihrer Größenklasse vorn.

Hinweise für Redaktionen: Logo und Grafiken sowie einen Öffnet externen Link in neuem FensterErklärfilm zum ADFC-Fahrradklima-Test finden Sie Öffnet externen Link in neuem Fensterim blauen Kasten im ADFC-Pressebereich. Die Ergebnisse der ADFC-Fahrradklima-Tests aus den Vorjahren gibt es auf Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.fahrradklima-test.adfc.de/ergebnisse. Wir freuen uns, wenn Sie die den Aufruf zur Teilnahme auf Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.fahrradklima-test.adfc .de und den Hashtag Öffnet externen Link in neuem Fenster#fkt20 weiter verbreiten, denn der Test wird umso aussagekräftiger, je mehr Abstimmungsergebnisse vorliegen.  

 

Parking Day 2020 am 18. September 2020

Hannover, 25.08.2020

Am 18. September 2020 findet der weltweite Aktionstag „Parking Day“ statt. Dabei werden weltweit PKW-Stellflächen in kleine temporäre “Parks” umgewandelt. Sie zeigen wie groß der Flächenverbrauch durch parkende Autos ist und wie die Flächen anders genutzt werden können, z.B. als Fahrradwerkstatt, Spielplatz, Café, Konzertort, Lesen, Diskutieren oder einfach nur zum Verweilen – alles ist möglich. Oft werden die Parkplätze mit Rollrasen und Sitzmöbeln wohnlich gemacht.

Der Parking Day findet jedes Jahr am 3. Freitag im September statt, er ist Teil der Europäischen Mobilitätswoche vom 16.-22. September. Einen Parkplatz umgestalten darf jede*r. Eine vorige Anmeldung bei der Stadt ist jedoch ratsam.

Rüdiger Henze, Vorsitzender des ADFC-Landesverbandes Niedersachsen macht klar, warum der Parking Day wichtig ist: „Ein Auto braucht 19-mal so viel Platz wie ein Fahrrad. Einige Kinderzimmer sind kleiner als ein Parkplatz. Dazu kommt, dass sich der Großteil der Autos 23 Stunden am Tag gar nicht bewegt.“

Es muss ein Umdenken erfolgen, weg vom Autoverkehr – hin zu umwelt- und städtefreundlichen Verkehrsmitteln wie dem Fahrrad. Der ADFC macht dies in zahlreichen Aktionen mit der Kampagne #MehrPlatzFürsRad deutlich.

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ADFC-Fahrradklimatest 2020 startet

Hannover, 18.08.2020

Alle zwei Jahre heißt es wieder „Und wie ist das Radfahren in Ihrer Stadt oder Kommune? Der ADFC-Fahrradklimatest als Zufriedenheitsbarometer der Radfahrenden startet wieder.

Vom 01.09. – 30.11.2020 besteht wieder die Möglichkeit, die eigene Kommune aus Sicht der Radfahrenden nach verschiedenen Kriterien zu bewerten. Die so gewonnenen Erkenntnisse geben Verkehrsplanern und politisch Verantwortlichen ein Feedback über den Erfolg ihrer bisherigen Maßnahmen zur Radverkehrsförderung. Sie zeigen aber auch noch notwenige Verbesserungen auf.

„Auch im Land Niedersachsen hoffen wir wieder auf viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer“ so Rüdiger Henze, Landesvorsitzender des ADFC Niedersachsen. „Denn je mehr Menschen teilnehmen, desto aussagkräftiger und verlässlicher werden die Ergebnisse des Fahrradklimatest 2020.“

Die lokalen ADFC-Gruppierungen werden sich auch in diesem Jahr wieder aktiv bei den Befragungen einbringen. Am einfachsten ist aber die Teilnahme digital per Online-Fragebogen
(https://fahrradklima-test.adfc.de). Dort sind auch alle weiteren Informationen zum Fahrradklimatest 2020 zu finden.

Helfen Sie mit, das Fahrradklima in Ihrer Kommune durch Ihre Teilnahme und Bewertung zu verbessern.

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Dossier StVO-Novelle

Bezüglich der Zurücknahme der schärferen Sanktionen der im April in Kraft getretenen StVO, die u.a. höhere Bußgelder bei Geschwindigkeitsüberschreitungen und für das Parken auf Radverkehrsanlagen beinhaltet, hat der ADFC nun ein Dossier veröffentlicht. Weitere Informationen dazu sind hier zu finden: https://www.adfc.de/dossier/dossier-stvo-novelle

Der ADFC Niedersachsen fordert Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann auf, sich auf Bundesebene dafür einzusetzen, dass die Fahrverbote für Raser*innen gesondert verhandelt werden – und die Verbesserungen für den Radverkehr in der StVO unverzüglich wieder in Kraft gesetzt werden.

ADFC Niedersachsen fordert die Beibehaltung des neuen Bußgeldkataloges

Hannover, 14.07.2020

Seit April 2020 ist eine überarbeitete Straßenverkehrsordnung inklusive eines neuen Bußgeldkataloges in Kraft getreten. Bei den vollmundig von Bundesverkehrsminister Scheuer angekündigten Maßnahmen zur Verkehrssicherheit wurde bereits kurze Zeit danach wieder zurückgerudert. Die neuen Grenzen für Fahrverbote bei Geschwindigkeitsüberschreitungen seien nicht verhältnismäßig.

Der ADFC Niedersachsen steht voll umfänglich hinter den beschlossenen Änderungen der StVO da diese auch viele Verbesserungen für den Radverkehr enthält, wie z. B. die Festlegung eines Mindestabstandes beim Überholen. Auch die höheren Sanktionen für Geschwindigkeitsüberschreitungen und für das Parken auf Radverkehrsanlagen sind ein wichtiger Beitrag zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr.

Nun stellt sich heraus, dass der neue Bußgeldkatalog aufgrund eines Formfehlers derzeit ausgesetzt wird. „Dass die nun notwendige erneute Beschlussfassung im Bundesrat offensichtlich aber genutzt werden soll, um die wichtigen Neuerungen zum Schutz von Radfahrenden zurückzunehmen, sehen wir mit großer Sorge“ so Rüdiger Henze, Landesvorsitzender des ADFC Niedersachsen.

Wir appellieren an die Landesregierung Niedersachsen, hier nicht von ihrem strikten Kurs abzuweichen. Es kann und darf nicht sein, dass eine gerade novellierte StVO außer Kraft gesetzt wird und damit auch alle sicherheitsrelevanten Änderungen für Radfahrende nicht greifen.
Auch der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius verweist zu Recht darauf, dass zu hohe Geschwindigkeiten immer noch die wichtigsten Unfallursachen sind. Niedersachsen habe sich bei den Beratungen im Vorfeld massiv für die strengeren Regelungen eingesetzt.
Die formelle Ungültigkeit der StVO und die Aussetzung der erhöhten Bußgelder ist kein Freibrief für verantwortungsloses Fahren.

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ADFC Niedersachsen fordert Förderprogramm von Lastenrädern für Privatpersonen

Hannover, 14. Juli 2020

Hamburg, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben in den letzten Wochen Förderprogramme auf Landesebene zur Bezuschussung beim Kauf von Lastenrädern aufgelegt.

Der ADFC Niedersachsen ist überzeugt, dass ein solches Förderprogramm auch in Niedersachsen möglich sein muss. Deshalb hat sich gestern der Landesvorsitzende Rüdiger Henze in einem Brief direkt an den Ministerpräsidenten Stephan Weil gewandt, um dieser Forderung Ausdruck zu verleihen.

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StVO / Bußgeldkatalog ADFC appelliert an Verkehrsminister: Fahrradnovelle wieder in Kraft setzen

Berlin, 7. Juli 2020

Durch einen Formfehler in der novellierten Straßenverkehrs-Ordnung fallen derzeit auch die Bußgelder für gefährdendes Verhalten gegenüber Radfahrenden zurück auf das Niveau vor der Reform. Der Fahrradclub ADFC appelliert dringend an Bundesverkehrsminister Scheuer und die Landesverkehrsminister, die Debatte um Fahrverbote für Raser gesondert zu führen – und die Verbesserungen für den Radverkehr unverzüglich wieder in Kraft zu setzen.

ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt: „Minister Scheuer ist angetreten, den Radverkehr sicherer zu machen. Das ist ihm mit der Novelle der Straßenverkehrs-Ordnung auch in Teilen gelungen. Ein Formfehler im Gesetzespaket und die überhitzte Debatte um Fahrverbote für Auto-Raser dürfen auf keinen Fall dazu führen, dass die wichtigen Verbesserungen für den Radverkehr jetzt über Monate zurückgestellt werden. Für die Fahrrad-Sicherheit gibt es einen breiten Konsens in Bund und Ländern. Minister Scheuer und seine LänderkollegInnen müssen das Raserthema im Notfall ausklammern und dafür sorgen, dass die ebenfalls betroffene Fahrradnovelle schnellstens neu verkündet wird.“

Politisches Patt darf keine Radfahrenden gefährden  
Die Ende April in Kraft getretene neue Straßenverkehrsordnung nebst angeschlossenem Bußgeldkatalog hatte zahlreiche Verbesserungen für den Radverkehr gebracht, für die der ADFC lange gekämpft hat. So wurde erstmals ausdrücklich festgelegt, dass Autofahrende beim Überholen von Radfahrenden mindestens 1,50 Meter Sicherheitsabstand halten müssen. Die Bußgelder für das Zuparken von Radwegen wurden auf bis zu 100 Euro deutlich erhöht, das Halten auf Schutzstreifen wurde ausdrücklich verboten. Auch das Abbiegen und Autotür-Öffnen ohne Schulterblick wurde verteuert. Ein Dissens über die Höhe der Sanktionen bei Geschwindigkeitsüberschreitungen und ein übersehener Paragraf im Vorspann drohen jetzt auch den Rest der Reform zu kippen. Stork: „Eine Rolle rückwärts bei der Sicherheit von Radfahrenden darf Minister Scheuer auf keinen Fall zulassen.“

Sicherheit für Radfahrende seit Jahren bedenklich
Entgegen dem Trend in der Unfallstatistik verbessert sich die Verkehrssicherheit von Radfahrenden seit Jahren nicht. 88.850 Radfahrerinnen und Radfahrer verunglückten 2018 auf deutschen Straßen. Unter den Unfallopfern waren auch 10.225 Kinder. 445 Radfahrende kamen 2018 zu Tode, darunter 21 Kinder. Hauptunfallgegner ist das Auto. Hauptschuld an Kollisionen mit Autos trägt in den allermeisten Fällen (75 Prozent) der Autofahrer / die Autofahrerin.

Verkehrssicherheitstag 20.6.2020 Alarmstufe Gelb: ADFC fordert Beschleunigung des Radinfrastrukturausbaus

Berlin, 19. Juni 2020

Die Verkehrssicherheit für Radfahrende entwickelt sich zum Sorgenkind des Fahrradclubs ADFC. Seit Jahren verschlechtern sich die Unfallzahlen entgegen dem Trend beim Gesamtverkehr. Und es gibt erste Hinweise, dass sich die Situation seit der Corona-Krise deutlich zugespitzt hat. Anlässlich des Verkehrssicherheitstages am 20. Juni ruft der ADFC die Kommunen auf, jetzt Beschleunigungsprogramme für den Radinfrastrukturausbau aufzusetzen.
ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt: „Der Radverkehr wächst seit Jahren, besonders in den Städten. Das ist politisch so gewollt - und diese Entwicklung soll im Sinne des Klimapakets sogar kräftig vorangetrieben werden. Gleichzeitig kommt der Infrastrukturausbau nicht hinterher, weil deutsche Bürgermeisterinnen und Verwaltungsleiter dem Radverkehr zu zaghaft mehr Platz zugestehen. Das ist gefährlich, und wir haben jetzt Alarmstufe Gelb. Verkehrsverwaltungen handeln unverantwortlich, wenn sie die Sicherheit für Radfahrende nicht durch Beruhigung des Autoverkehrs, bessere Radwege, optimierte Ampelschaltungen und sichere Kreuzungen schnell verbessern. Mit Popup-Infrastrukturelementen kann jede Kommune sofort damit anfangen, die Verkehrssicherheit für Radfahrende zu erhöhen.“   

Zahl der Unfälle überproportional angestiegen
Nach internen Auswertungen des ADFC haben die Fahrradunfälle seit dem Corona-Shutdown im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenommen. Stork: „Was mir im Moment auch große Sorgen macht, sind die 700.000 Schulkinder, die in diesem Jahr wegen Corona keine Radfahrprüfung machen konnten und deshalb kein Praxistraining hatten. Wollen wir wirklich zulassen, dass diese Kinder jetzt alle mit dem Auto zur Schule gekarrt werden?“

Alle 20 Stunden stirbt eine Radfahrerin / ein Radfahrer
Seit 2017 verschlechtern sich die Unfallzahlen beim Radverkehr kontinuierlich. 88.850 Radfahrerinnen und Radfahrer verunglückten 2018 auf deutschen Straßen – das waren 11 Prozent mehr als im Vorjahr. Unter den Unfallopfern waren auch 10.225 Kinder, das entspricht einem Plus von fast 4 Prozent. 445 Radfahrende kamen 2018 zu Tode, das sind fast 17 Prozent mehr als 2017. Unter den Getöteten waren 21 Kinder, sechs von ihnen starben durch rechtsabbiegende LKW. Weitere Unfalldaten gibt es auf den Seiten des Deutschen Verkehrssicherheitsrates.

Hauptunfallgegner: Auto
Etwa zwei Drittel aller Fahrradunfälle sind Kollisionen mit Autos. Hauptschuld trägt in den allermeisten Fällen (75 Prozent) der Autofahrer beziehungsweise die Autofahrerin. Bei knapp 20 Prozent der polizeilich erfassten Unfälle ist kein Unfallgegner im Spiel. Bei diesen sogenannten Alleinunfällen kommen Radfahrende beispielsweise durch mangelhafte Infrastruktur zu Fall – also durch Schlaglöcher, Baumwurzelaufbrüche, Abbruchkanten oder Hindernisse auf dem Radweg.

Auto-optimierte Infrastruktur ist das Problem
Zentrales Problem für die Sicherheit von Radfahrenden ist nach Auffassung des ADFC die immer noch für den Autoverkehr optimierte Infrastruktur. Stork: „Kreuzungen werden zugunsten der Kfz-Menge geplant, die man drüberleiten kann – nicht zugunsten der Sicherheit für alle. Und auch beim Platz wird zuerst geschaut, dass der Autoverkehr genug bekommt. Fuß- und Radverkehr muss sich dann auf Restflächen quetschen. Damit muss endlich Schluss sein.  Deutschland braucht Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer – und zwar sofort.“

Hinweis für Redaktionen: Für Neuaufsteiger auf dem Rad hat der ADFC kürzlich ein Dossier mit Expertentipps online gestellt. Einen Leitfaden für Kommunen zur schnellen Schaffung von Radinfrastruktur gibt es in unserem Expertenbereich. Die nach Unfallbeteiligten differenzierten Unfalldaten 2019 liegen noch nicht vor, die Unfalldaten bis 2018 gibt es bei Destatis. Themenfotos Fahrradsicherheit sowie unsere Pressemitteilungen finden Sie in unserem Pressebereich.

Landesvorsitzender Rüdiger Henze unterwegs mit dem NDR

In der NDR-Sendung "Mein Nachmittag" am 3. Juni ging es unter anderem um das Thema "Radfahren in Corona-Zeiten". Der Landesvorsitzende Rüdiger Henze radelte mit der NDR-Reporterin Marion Püning abseits der großen Routen in der Seeveaue südlich von Hamburg.

Hier der Link zur Sendung. Ab Minute 5:40 geht’s los.

https://www.ardmediathek.de/ard/video/mein-nachmittag/mein-nachmittag-oder-03-06-2020/ndr-fernsehen/Y3JpZDovL25kci5kZS85MDcwZWM0ZS01OTFmLTRhMGEtYWY3Zi0wMjEyM2IwNGNlN2M/

Autogipfel abgesagt - ADFC erwartet Einlenken der Bundesregierung zugunsten einer Mobilitätsprämie

Berlin, 29. Mai 2020

Die Absage des für den 2. Juni vorgesehenen Autogipfels im Kanzleramt wertet der Fahrradclub ADFC als positives Signal. Er erwartet, dass die Bundesregierung auf den massiven Widerstand in der Gesellschaft gegen eine Abwrackprämie reagiert – und statt einer reinen Kaufprämie für Autos auch die Anschaffung von Fahrrädern, Pedelecs und Cargobikes sowie Bahn-Abos fördern wird.    

Dazu ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork:
„Italien und Luxemburg haben vorgemacht, wie das geht – nach dem Corona-Shutdown Mobilität zu fördern, ohne dabei einseitig auf das Auto zu setzen. Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie diesen Weg für Deutschland ebenfalls einschlägt. Deutschland braucht nicht mehr Autos, sondern bessere Alternativen!“

Forderung nach einer Mobilitätsprämie findet breite Unterstützung

Anfang des Mai hatte sich auf Initiative des ADFC eine breites Verbände- und Unternehmensbündnis formiert, das statt einer Autoprämie eine Mobilitätsprämie für alle fordert, mit der man beispielsweise auch Fahrräder und Bahn-Abos kaufen kann. Das Anliegen des Bündnisses des ADFC mit Verbraucherzentrale Bundesverband, Autoclub ACE, der Allianz pro Schiene und vielen weiteren fand breite gesellschaftliche Unterstützung: vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen VDV, Ver.di und dem DGB Niedersachsen, den Oberbürgermeistern von Düsseldorf und Hannover, von renommierten Verkehrs- und Umweltwissenschaftler:innen sowie dem Bundesumweltministerium. Eine repräsentative Umfrage der Allianz pro Schiene hatte gezeigt, dass rund 60 Prozent der Bundesbürger sich dafür aussprechen, statt einer erneuten Abwrackprämie eine breit angelegte Mobilitätsprämie einzuführen.

 

Pressemitteilung Bundesverband: Papier "Corona und der Radverkehr". ADFC warnt vor dem Super-Stau

Berlin, 20. Mai 2020

Bei der Wiederbelebung der Städte in der zweiten Phase der SARS-CoV-2-Pandemie droht Deutschland eine Stau-Welle von bisher ungeahntem Ausmaß – befürchtet der Fahrradclub ADFC. Weil Bus und Bahn wegen der Corona-Abstandsregeln noch lange nicht mit voller Auslastung fahren können, werden Hunderttausende bisheriger ÖPNV-Nutzer auf das Auto umsteigen, wenn nicht schnell attraktive Alternativen geschaffen werden. Mit einem Handlungsleitfaden und einem Aktionstag fordert der ADFC jetzt die Kommunen auf, Schnell-Bauprogramme für Radwegenetze und verkehrsberuhigende Maßnahmen zu initiieren.

ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt: „Die Zeit drängt. Die Menschen entscheiden sich jetzt und in den nächsten Wochen, wie sie in der zweiten Corona-Phase zur Arbeit kommen, zum Friseur oder zur Schule. Wenn jetzt massenhaft ehemalige ÖPNV-Nutzer ins Auto steigen, kommt Deutschland zum Stillstand. Schon vor der Krise ging in der Rushhour fast nichts mehr. Das wird sich zuspitzen, wenn es nicht gelingt, sehr viel mehr Menschen für die Mobilität mit dem Rad oder zu Fuß zu motivieren. Kommunen müssen jetzt die Gelegenheit nutzen, ihre langfristigen Radinfrastruktur-Konzepte mit Farbe und Baustellenbaken vorläufig umzusetzen und dann im zweiten Schritt solide durchzuplanen und zu bauen. Berlin-Kreuzberg macht vor, dass das auf Basis von Vorplanungen und aktueller Regelwerke geht. Die Städte müssen jetzt sofort damit anfangen, die Radwege-Gelder aus dem Klimapaket auch wirklich zu verplanen!“

Bundesweiter „Aktionstag Popup-Radspuren“ am 23. Mai

Mit einem bundesweiten Aktionstag fordert der ADFC am 23. Mai gemeinsam mit Greenpeace die Städte auf, jetzt schnell Platz für neue, breite Radwege zu schaffen. In mehr als 40 Städten – darunter Frankfurt, Dresden, Wiesbaden, Kiel, Offenbach und Nürnberg – errichten Rad-Engagierte sogenannte Popup-Radspuren. Bei den angemeldeten Veranstaltungen wird eine Fahrspur mit Hütchen, Pollern oder auch Blumentöpfen so vom Autoverkehr abgetrennt, dass sich dort alle auf dem Rad wohlfühlen – routinierte Radfahrerinnen und Radfahrer genauso wie Neuaufsteiger, Kinder und ältere Menschen. Stork: „Jede Stadt in Deutschland braucht ein leistungsfähiges Radwegenetz, damit die wirtschaftliche Erholung nicht im Stau stecken bleibt. Gute Radwege sind systemrelevant!“

Handlungsleitfaden „Corona und der Radverkehr“

In einem Handlungsleitfaden für Kommunen führt der ADFC aus, dass das Fahrrad sich in der ersten Phase der SARS-CoV-2-Pandemie als krisenfestes Verkehrsmittel bewährt habe. Der Radverkehr ist in der Lockdown-Phase anteilig sogar angewachsen. Viele Städte weltweit haben diese Entwicklung mit der Einrichtung von Popup-Radinfrastruktur unterstützt, darunter Bogotá, New York City, Barcelona, Mailand und Rom. In Deutschland hat bisher nur Berlin das Konzept aufgegriffen. Der ADFC appelliert an alle Städte, jetzt schnell leistungsfähige Fahrradinfrastruktur zu schaffen - durch die Umgestaltung von Fahrspuren in geschützte Radspuren, die Umwidmung von normalen Straßen in Fahrradstraßen, die Beruhigung von Wohnstraßen durch modale Filter und die Errichtung mobiler Fahrradabstellanlagen. Stork: „Die Krise hat gezeigt, dass viel mehr Menschen Rad fahren, wenn die Straßen frei sind. Jetzt müssen die Städte ihnen gute Angebote machen, damit sie dem Rad so oft und lange wie möglich treu bleiben.“

              

 

Neue Verkehrssicherheitskampagne in Niedersachsen

Neue Verkehrssicherheitskampagne in Niedersachsen – Abstand zu Fahrrädern einhalten!

Pistorius: „Mit dieser Kampagne wollen wir alle Verkehrsteilnehmer informieren und sensibilisieren. Wir werben um mehr gegenseitige Rücksichtnahme und mehr Abstand im Straßenverkehr zu Fahhradfahrenden.“

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, hat heute (18.05.2020) gemeinsam mit dem Präsidenten der Polizeidirektion Hannover, Volker Kluwe, den Startschuss für eine neue landesweite Verkehrssicherheitskampagne gegeben: Mit Aufklebern an ihren Streifenwagen weist die niedersächsische Polizei ab sofort auf die neue gesetzliche Regelung zum Seitenabstand beim Überholen von Fahrradfahrenden hin.

Pistorius: „Aktuell ist Abstand halten überall das Gebot der Stunde. Mit dieser Kampagne wollen wir informieren und für ein Mehr an gegenseitiger Rücksichtnahme und Abstand im Straßenverkehr werben. Es gibt sowohl in den Städten als auch in ländlicheren Gebieten Niedersachsens einen immer stärkeren Trend hin zur Nutzung von Fahrrädern und insbesondere E-Bikes. Gerade da, wo sich Autos und Fahrräder die Straße teilen müssen, ist umso mehr gegenseitige Rücksichtnahme dringend geboten.“

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Bei der gestrigen Veranstaltung  waren auch der NDR und Sat1 vor Ort und haben neben Boris Pistorius auch den ADFC-Landesvorsitzenden Rüdiger Henze zum Thema Abstand halten befragt:

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hallo_niedersachsen/Radverkehr-Neue-Kampagne-fuer-mehr-Sicherheit,hallonds58686.html

https://www.sat1regional.de/abstand-halten-verkehrspraeventionskampagne-in-hannover-vorgestellt/

ADFC Niedersachsen begrüßt den Beschluss des Landtages zur Verabschiedung eines Radwegebaubeschleunigungskonzeptes

Hannover, 14.05.2020

Am 12.05.2020 hat der Niedersächsische Landtag den Beschluss für ein Radwegebaubeschleunigungskonzept verabschiedet. Der ADFC Landesverband Niedersachsen begrüßt und unterstützt diesen Schritt. Wir haben aber die Befürchtung, dass wieder wertvolle Zeit durch die Konzepterstellung verloren gehen wird sagt Rüdiger Henze, Landesvorsitzender des ADFC Niedersachsen.

Weltweit ist die Bedeutung des Fahrrades als eine zentrale Säule der Mobilität der Zukunft erkannt worden.
Der ADFC fordert daher die Politik und Kommunen dazu auf, zu investieren und zu handeln. Die in den Haushalt in Niedersachsen eingestellten 10 Mio. für Neubau und weitere 10 Mio. für die Sanierung von Radwegen können nur ein erster Schritt sein. Die Fördermöglichkeiten und guten Rahmenbedingungen müssen genutzt werden um den Ausbau einer sicheren Radverkehrsinfrastruktur zügig vorantreiben“, so Henze. Dabei gehe es nicht darum, neue Pläne zu machen, sondern bereits Geplantes mit den Mitteln des Landes jetzt umzusetzen. Das Land müsse den Städten und Gemeinden deutlich machen, dass die Zeit des Handelns gekommen ist.

Wir brauchen jetzt die Verkehrswende im Land Niedersachsen. Wir brauchen jetzt die Entscheidungen der Politik und von den Verwaltungen zum Radwegebau und zur Radwegeinstandsetzung. Wir brauchen jetzt die Lückenschlüsse, wir brauchen jetzt die Synergien aus ÖPNV und Radverkehr für eine kostenfreie Mitnahme von Rädern in Bus und Bahn. Gerade auch im ländlichen Bereich.

Wir brauchen das alles nicht erst in einigen Jahren.

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Pressemitteilung Bundesverband: Statt Autoprämie Verkehrs-Bündnis fordert #MobilPrämieFürAlle

Gemeinsame Pressemitteilung von ADFC, ACE, Allianz pro Schiene, Bike&Co, BVZF, Changing Cities, DNR, JobRad, Nextbike, Paul Lange/Shimano, Pro Bahn, VCD, VSF, vzbv und ZIV.

Statt Autoprämie - Verkehrs-Bündnis fordert #MobilPrämieFürAlle

Berlin, 28. April 2020

Am 5. Mai empfängt die Bundesregierung die Automobilindustrie zu einem weiteren Autogipfel. Die Industrie fordert Auto-Kaufprämien zur Kompensation der coronabedingten Ausfälle. Gegen diese Pläne hat sich jetzt ein breites Verbände- und Unternehmensbündnis formiert. Das Bündnis fordert eine Mobilitätsprämie für alle, mit der man beispielsweise auch E-Bikes und Bahn-Abos kaufen kann.   

ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt: „Die Bundesregierung darf nicht dieselben Fehler wie vor der Krise machen. Mobilität ist mehr ist als immer nur Auto, Auto, Auto! Auch der Kauf eine E-Lastenrads oder eines ÖPNV-Abos scheitert bei vielen Menschen am Geld. Wir wollen nicht, dass die Regierung den Bürgerinnen und Bürgern die Verkehrsmittelwahl diktiert, sondern ihnen alle Optionen ermöglicht!“

Zuspitzung der Auto-Überlastung in den Städten verhindern

Stork: „Durch Corona hat sich das Leben fast aller Menschen schlagartig geändert. Sie stehen jetzt vor der Entscheidung, wie sie ihre Mobilität nach Corona neu organisieren. Das Horrorszenario wäre, wenn jetzt wirklich alle ins Auto steigen, denn dann bricht der Verkehr in Deutschland zusammen. Der Zeitpunkt jetzt ist eine riesige Chance für die Bundesregierung, Deutschland für einen intelligenten Verkehrsmix zu begeistern!“

#MobilPrämieFürAlle dient auch den Klimazielen

In seinem Aufruf an die Bundesregierung weist das Bündnis darauf hin, dass eine Mobilitätsprämie auch angesichts der im Klimapaket vereinbarten klimafreundlichen Transformation des Verkehrssektors dringend erforderlich ist. Eine reine Autoprämie setze den falschen Anreiz, immer mehr Wege mit dem Auto zurückzulegen, anstatt je nach Wegezweck das intelligenteste Verkehrsmittel auszuwählen, so das Bündnis.       

Breites Bündnis an Verbänden und Unternehmen

Der vom Fahrradclub ADFC initiierte Aufruf wird von zahlreichen Verbänden und Unternehmen unterstützt – darunter der Autoclub ACE, die Allianz pro Schiene, die Fahrradhändler der Bike&Co, der Bundesverband Zukunft Fahrrad BVZF, die Bewegung Changing Cities, der Deutsche Naturschutzring DNR, der Mobilitätsdienstleister JobRad, der Fahrradverleiher Nextbike, das Unternehmen Paul Lange, der Fahrgastverband Pro Bahn, der Verkehrsclub VCD, der Verbund Service und Fahrrad VSF, der Verbraucherzentrale Bundesverband vzbv und der Zweirad-Industrie-Verband ZIV

ADFC-Pressemitteilung

ADFC Niedersachsen begrüßt die Öffnung des Fahrradhandels ab dem 20.04.2020

Mit dem Fahrrad zu fahren ist momentan die sicherste und gesündeste Art, kurze und mittlere Distanzen zurückzulegen. Auch von Politikern und Experten wird immer wieder empfohlen, auf das Fahrrad umzusteigen.

Die Corona-Krise verlangt von der Bevölkerung eine erhebliche Anpassung ihres Mobilitäts- und Freizeitverhaltens. Schon jetzt ist messbar, dass individuelle Verkehrsmittel vermehrt genutzt werden. Fahrradfahren spielt dabei eine Schlüsselrolle und bietet gleich auf mehreren Ebenen Lösungen:

•      es sichert Nahmobilität mit bestmöglichem Schutz vor Ansteckung
•      es ermöglicht Freizeitaktivität an der frischen Luft und hilft gegen den „Lagerkoller", ohne sich zu              nahe zu kommen
•      es stärkt Herz-Kreislaufsystem und Lunge und ist gut für das Immunsystem

Leider war es dem Handel im Zusammenhang mit dem Lockdown bisher untersagt, den Verkauf von Fahrrädern auszuüben. Lediglich ein vorhandener Werkstattbetrieb wurde als systemrelevant genehmigt.

Um so mehr begrüßt der ADFC Niedersachsen die am 15.04.2020 erteilte Freigabe zur Öffnung des Fahrradhandels und der damit verbundenen Erlaubnis für den Verkauf. Und zwar ohne Einschränkungen bezüglich der Verkaufsfläche.

Die Verbände der Fahrradbranche haben bereits vor Ostern einen strengen Maßnahmen-katalog vorgelegt. Dieser sieht Regeln und Maßnahmen vor, um den Verkauf in Fahrrad-geschäften unter sicheren Bedingungen (Hygienevorschriften und Abstandsregeln) zu ermöglichen.

Unsere Bitte und Empfehlungen an alle Fahrradfahrer*innen und -käufer*innen: Wenden Sie sich an ihren lokalen Fahrradfachhandel. Hier finden Sie fachliche und kompetente Beratung, eine große Auswahl an Rädern und einen qualitativ hochwertigen Service rund um Ihr Rad.

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Fahrradhandel ist Garant für individuelle Nahmobilität

Fahrradbranche will Versorgung der Kunden sicher gestalten

Mit dem Fahrrad zu fahren ist momentan die sicherste und gesündeste Art, kurze und mittlere Distanzen zurückzulegen. Auch von Politikern und Experten wird empfohlen, auf das Fahrrad umzusteigen.

Um die Versorgung der Menschen mit Fahrrädern, Ersatzteilen und Zubehör in lokalen Geschäften vor Ort zu ermöglichen, schlagen die Verbände der Fahrradbranche vor, den Verkauf in den Ladenlokalen unter Einhaltung der Hygienevorschriften und Abstandsregeln bundesweit zu gestatten. Dazu wurde von den Verbänden ein strenger MaßnahmenKatalog vorgelegt, der sich nach den Vorgaben des RKI richtet.

In einem gemeinsamen Brief an die Ministerpräsident*innen und Wirtschaftsminister*innen der Länder erklären die Verbände, dass sie die Maßnahmen zur Verlangsamung der SARS-COV2-Ausbreitung ausdrücklich befürworten und unterstützen. Deshalb unterbreiten sie ihren Vorschlag an die Politik auf Basis umfangreicher Sicherheitsmaßnahmen....

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Radtour mit Ministerpräsident Weil

v.l.n.r.: Landrat Kreis Harburg Reiner Rempe, Ministerpräsident Stephan Weil, Kreisvorsitzende Karin Sager, stv. Landesvorsitzender Rüdiger Henze (Bild: Gerhard Hahn)

Nachdem der ADFC Kreisverband Harburg e.V. vergangenen Monat bereits Niedersachsens Verkehrsminster Althusmann zur Radtour begrüßen konnte, radelte am 24. Juli auch Ministerpräsident Weil gemeinsam mit dem ADFC und einer Vielzahl von Interessent*innen durch den Kreis Harburg. Mit fast 70 Teilnehmer*innen startete die Gruppe zur knapp zwei stündigen Tour. Neben dem Forderungskatalog des Kreisverbandes Harburg, der durch seine Vorsitzende Karin Sager überreicht wurde, übergab auch der stellvertretende Landesvorsitzende Rüdiger Henze des ADFC Niedersachsen seine Forderungen.


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Öffnet externen Link in neuem FensterWeitere Informationen.

Verkehrsminister Althusmann auf Radtour

Karin Sager und Minister Bernd Althusmann

Minister Althusmann stellte sich bei einer Fahrradtour durch den Landkreis Harburg den Sorgen des ADFC und der Radfahrenden vor Ort. "Wir müssen den Radwegebereich schleunigst ausbauen und sanieren, um unser Ziel, das Fahrradland Nr. 1 zu werden, zu erreichen," so Althusmann.
Organisiert wurde die Fahrradtour durch den ADFC Kreis Harburg und deren Vorsitzende Karin Sager. Für den ADFC Niedersachsen nahm der stellvertretende Landesvorsitzende Rüdiger Henze teil. Sager und Henze überreichten dem Minister die Forderungsbriefe ihres Verbandes.

Einen ausführlichen Bericht finden Sie Leitet Herunterladen der Datei einhier.

Sicherheitsaktion zum Überholen von Radfahrenden

Auf die Konflikte beim Überholen von Radfahrenden durch Kraftfahrzeuge geht die aktuelle Aktion des ADFC Nienburg ein. „Wir wollen über die Regelungen informieren und für Verständnis im Straßenverkehr werben“, so Berthold Vahlsing, Sprecher des örtlichen ADFC. „Enges Überholen verunsichert Radfahrende, mit möglicherweise schlimmen Folgen.“ Mit einer Pressekampagne und eigens entwickelten Info-Aufklebern bzw. Magnetfolien, will der Verein über die Mindestabstände bei Überholvorgängen informieren. Weitere Infos finden Sie Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.

 

ADFC: Radwege statt Fahrverbote!

Demonstration vor dem Bundesverwaltungsgericht. Foto: ADFC Sachsen

Die von der EU vorgeschriebenen Schadstoff-Grenzwerte können viele Städte nicht mehr einhalten. Der Verkehr und vor allem Diesel-Fahrzeuge belasten die Luft. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat jetzt entschieden, dass Diesel-Fahrverbote rechtlich zulässig sind und eine bundesweit einheitliche Regelung dafür nicht notwendig ist.

Der ADFC bietet betroffenen Städten die Arbeitshilfe Saubere Luft mit zahlreichen Maßnahmen an, wie sie für mehr Radverkehr und damit für bessere Luft sorgen können.

Weitere Informationen gibt es Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.

 

Radverkehr als Bestandteil der Koalitionsverträge!

SPD und CDU haben den Radverkehr zum Bestandteil des Koalitionsvertrags gemacht. Im Kapitel Wirtschaft, Arbeit, Verkehr, Digitalisierung, Energie wird in Abschnitt 8 Emissionsarme und klimafreundliche Mobilität das Thema Radverkehr behandelt (Leitet Herunterladen der Datei einRn. 1902 ff.).
Dort heißt es unter anderem: „Die Elektromobilität, die Entwicklung alternativer Antriebssysteme (z. B. Gas- und Wasserstoffantriebe), die Stärkung des Fahrradverkehrs und eines emissionsarmen ÖPNV sind hierbei vorrangig zu betrachten.“
Weiter geht es mit: „Wir wollen gemeinsam mit Kommunen und regionaler Wirtschaft Lösungen entwickeln, um die Lade- und Tankstelleninfrastruktur (Strom, Wasserstoff und andere Energieträger) landesweit, auch an Park&Ride-Anlagen, für Fahrzeuge und Elektrofahrräder auszubauen.“
Abschließend verpflichten sich SPD und CDU „das Fahrradmobilitätskonzept schrittweise umsetzen und die notwendige Ausstattung vorhalten. Für den Erhalt, die Sanierung und die Verbesserung der regionalen Fahrradinfrastruktur – inklusive notwendiger Lückenschlüsse – sollen zusätzliche Mittel bereitgestellt werden. Wir wollen den Ausbau entlang von Bundes- und Landesstraßen fortsetzen und Radschnellwege schaffen. Hierzu soll das Sonderprogramm aus Landesmitteln kofinanziert und etwaige Behinderungen des Radverkehrs im Baustellenmanagement stärker berücksichtigt werden. SPD und CDU wollen die Abstellmöglichkeiten an Bus- und Bahnhaltestationen verbessern und die Mitnahmemöglichkeiten ausbauen.“


 

 

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