Pressemitteiung: Landesregierung kürzt Lastenradförderprogramm

Hannover, 17. Juni 2021

Entgegen ihrer großzügigen Ankündigung, Lastenräder in Niedersachsen mit insgesamt 5 Millionen Euro zu bezuschussen, kürzt die Landesregierung das Fördervolumen auf 700.000 Euro. Die angestrebten Fördersätze für private Lastenräder und Sharing-Systeme bieten kaum Anreize für den Kauf von Lastenrädern. Aktuell befindet sich die Förderrichtlinie im Verbandsbeteiligungsverfahren.

Zu niedrige Fördersätze

In dem Entwurf der Richtlinie soll der Kauf von E-Lastenrädern mit 600 Euro und der Kauf normaler Lastenräder mit 300 Euro bezuschusst werden. Vergleicht man das mit den aktuellen Neupreisen wird schnell klar: Das sind je nach Lastenrad 8 – 20 Prozent des Kaufpreises. Andere Länder und Kommunen und auch der Bund fördern anteilig 25 Prozent oder mehr. Niedersachsen bildet hier ein Schlusslicht.

Darüber hinaus muss es Gewerbetreibenden erleichtert werden einen kostenlosen Lastenradverleih anzubieten. Das soll bisher nur genehmigt werden, wenn die Kommune dies in ihrem Mobilitätskonzept vermerkt hat – eine Bremse für innovative Konzepte besonders in ländlichen Räumen Niedersachsens. Ursprünglich sollte das Lastenrad-Förderprogramm im Januar starten. Der neue Termin ist nach den Sommerferien.

Am Ende bleibt viel heiße Luft

Seit 1. März fördert der Bund Lastenräder für Gewerbetreibende mit 25 Prozent, was die Landesregierung veranlasst hat, das verspätete eigene Förderprogramm auch noch drastisch zu kürzen. Die Begründung: Da der Bund schon Gewerbetreibende fördere, könne man die angekündigte Förderung auf weniger als ein Fünftel zusammenschrumpfen und die Mittel nur noch für Private und kostenlose Sharing-Konzepte nutzen. „Es ist enttäuschend, dass die großspurigen Versprechungen aus dem Ministerium am Ende in heißer Luft verpuffen“, so Rüdiger Henze, Landesvorsitzender des ADFC Niedersachsen.  „Echten Veränderungswillen sucht man hier vergeblich.“

Weiterführende Links:

Pressemitteilung des MW mit der Ankündigung des Lastenradförderprogramms: https://www.mw.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/presseinformationen/bis-zu-45-millionen-euro-jahrlich-fur-radfahrinfrastruktur-193437.html

Fahrradmobilitätskonzept nimmt die 5 Millionen Förderung auf. Hier zum Download: https://www.mw.niedersachsen.de/startseite/themen/verkehr/radverkehr/radverkehr-15422.html

Lastenradförderung wird gekürzt. Antwort auf die kleine Anfrage der Grünen: https://www.landtag-niedersachsen.de/drucksachen/drucksachen_18_10000/09001-09500/18-09333.pdf

Leitet Herunterladen der Datei einStellungnahme des ADFC Niedersachsen zum Entwurf der „Richtlinie Förderung Lastenräder“ finden Sie hier: 

Leitet Herunterladen der Datei einDie Pressemitteilung als PDF finden Sie hier:

Stellungnahme des ADFC-Landesverbandes Niedersachsen zum Entwurf der „Richtlinie Lastenräder Niedersachsen“

Hannover, 14. Juni 2021

1.    Zusammenfassende Bewertung:

Der ADFC Niedersachsen begrüßt die Auflage eines Lastenradförderprogramms durch das Land. Den Kaufanreiz durch einen einmaligen Zuschuss bewerten wir positiv. Auch in der Begründung und Zielsetzung stimmen wir mit der Landesregierung überein.  Auch wir sehen die Verbreitung von Lastenrädern als wichtigen Schritt zu mehr Umwelt- und Klimaschutz und menschenfreundlicheren Orten. Darüber hinaus bieten sie auch für Bürger*innen ohne Auto und/oder PKW-Führerschein die Möglichkeit, selbstständig Lasten zu transportieren. Als Beispiel seien hier Menschen unter 18 Jahren oder ein Viertel der deutschen Haushalte ohne Auto genannt. Besonders in Städten bieten Lastenräder dringend nötiges Einsparpotential bei Emissionen und im Flächenverbrauch. Doch auch in weniger bevölkerten Gebieten Niedersachsens könnten Lastenräder zumindest ein Zweitauto ersetzen, das häufig für die Beförderung von Einkäufen und Kindern benötigt würde.

Der ADFC Niedersachsen kritisiert jedoch die Höhe des Fördervolumens sowie die niedrigen Fördersätze. Ferner sehen wir Hindernisse für kleinere Kommunen, von der Förderung zu profitieren.

2.    Würdigung

Mit der Förderrichtlinie will das Land durch einen Zuschuss Anreize für private Haushalte und teilweise juristische Personen schaffen, sich ein Lastenrad zu kaufen. In dem Entwurf der Förderrichtlinie hebt das Land deutlich das Potential von Lastenrädern hervor, die negativen Auswirkungen einer autodominierten Stadtplanung abzumildern. So heißt es in der Förderrichtlinie: „Konkret sollen die Lebens-, Wohn-, und Umweltqualität durch den Einsatz klimafreundlicher Verkehrsmittel verbessert, die Emissionen von Luftschadstoffen verringert sowie innovative Anwendungen im Verkehrsbereich gestärkt werden. Lastenräder eignen sich gut für den innerörtlichen Transport. Sie fahren emissionsfrei und haben einen deutlich geringeren Flächenverbrauch als konventionelle Kraftfahrzeuge.“

3.    Anmerkungen

3.1.   Zuschüsse und Fördervolumen

Die genannten pauschalen Zuschüsse (5.2.) sind unserer Ansicht nach zu niedrig. Eine Förderung von 600 € pro E-Lastenrad ist, je nach Kaufpreis, ein Anteil von 10 bis 20 Prozent. Ohne E-Antrieb würden der Kauf mit 300 € und somit 8 bis 20 Prozent unterstützt. Die Förderung bleibt damit weit hinter z.B. der Bundesförderung (anteilig 25 Prozent), der Förderung in Hamburg (anteilig 33 Prozent) und der Förderung der Gemeinde Wedemark (pauschal 750 € für E-Lastenräder) zurück. Ein zu geringer Förderbetrag stellt keinen ausreichenden Kaufanreiz dar und könnte sich auf Mitnahmeeffekte beschränken.

Wir halten eine Fördersumme von 600 € für normale Lastenräder und 800 € für E-Lastenräder für angemessen. Entsprechend sollte das Fördervolumen des Programms, das inzwischen nur noch 700.000 € beträgt, auf 1.000.000 € angepasst werden.

3.2.    Priorisierung der Zuwendungsempfänger*innen

Da das Fördervolumen auch mit 1.000.000€ so gering wäre, dass nur jeder 3.000ste Haushalt in Niedersachsen eine Lastenradförderung bekommen könnte, sollten kostenlose Verleihangebote in der Fördermittelvergabe priorisiert werden. Dies könnte beispielsweise durch zwei getrennte Förderdurchläufe oder durch feste Förderquoten passieren. Andernfalls könnte die gleiche Situation wie beim Hamburger Förderprogramm eintreten: Obwohl die Förderung ursprünglich für kleinere Handwerksbetriebe gedacht war, wurde sie hauptsächlich von Privatkäufer*innen in Anspruch genommen. Kostenlose Verleihangebote erhöhen die Sichtbarkeit von Lastenrädern, erfordern weniger Stellfläche, ermöglichen ein Austesten für Interessierte und sind insgesamt nachhaltiger, weil sie von vielen Menschen genutzt werden können.

3.3.    Zuwendungsvoraussetzungen

Was die ländlichen Räume angeht sehen wir noch Verbesserungspotential. Der Aufwand für die Organisation kostenloser Lastenrad-Verleihsysteme übersteigt die ehrenamtlichen Kapazitäten in kleineren Kommunen. Als Alternative dazu sollte es kommunalen Gebietskörperschaften und ansässigen Unternehmen unkompliziert ermöglicht werden, einen kostenlosen Lastenradverleih anzubieten. Dies erschweren bisher noch folgende Punkte:

4.1. „Gewerbetreibende und Unternehmen sind für Sharing-Konzepte nur antragsberechtigt, soweit die betroffene niedersächsische Kommune bestätigt, dass die Maßnahme Teil eines kommunalen Mobilitätskonzeptes ist.“ Supermärkten oder kleineren Unternehmen wird es damit erschwert, einen Lastenradverleih anzubieten. Dies wäre aber gerade in kleineren Gemeinden aufgrund der persönlichen Nähe verhältnismäßig einfach zu realisieren. Ein unzureichendes oder nicht vorhandenes Mobilitätskonzept ist schon eine ausreichend große Bremse für die Verkehrswende. Dieser negative Effekt sollte nicht noch verstärkt werden. Einen Anreiz, ein Mobilitätskonzept zu erstellen oder zu überarbeiten stellt die Fördersumme nicht dar. Dieser Punkt sollte deshalb nicht in der Förderrichtlinie erscheinen.

5.4. „Bei kommunalen Gebietskörperschaften müssen pro Förderung mindestens drei Lastenräder beantragt werden.“ Gerade für kleinere Gebietskörperschaften ist die Anschaffung von Lastenrädern ein großer finanzieller Aufwand. Es sollte daher keine Mindestgrenze für die Förderung geben, damit die Entscheidung für ein Lastenrad leichter fällt. Deshalb würden wir es begrüßen, wenn dieser Punkt gelöscht wird.

Leitet Herunterladen der Datei einDie Stellungnahme als PDF finden sie hier:

 

ADFC präsentiert Aktionsplan für die neue Bundesregierung „Das Projekt #Fahrradland fordert mehr als schöne PR“

Berlin, 18. April 2021

Deutschland soll bis 2030 ein Fahrradland werden. Den von der Großen Koalition verabschiedeten Nationalen Radverkehrsplan 3.0 hält der Fahrradclub ADFC aber für zu unkonkret. Heute legt der ADFC deshalb einen Aktionsplan für die neue Bundesregierung mit dem Titel „So geht #Fahrradland“ vor. Durch ihn kann Deutschland in zehn Jahren den Radverkehr verdreifachen und massiv Autofahrten auf das Rad verlagern. Im Zentrum der Forderungen stehen eine grundlegende Reform von Verkehrsrecht und Regelwerken, eine Erhöhung der Bundesmittel für Radverkehrsinfrastruktur auf mehr als das Doppelte und die Gründung eines Bundesinstituts für Radverkehrsforschung.  

ADFC-Vizebundesvorsitzende Rebecca Peters sagt: „Deutschland kann ein Top-Fahrradland wie die Niederlande mit 30 Prozent Radverkehrsanteil und Millionen Fahrradpendler:innen werden – da sind wir völlig sicher. Aber die nächste Bundesregierung darf sich nicht der Illusion hingeben, dass das ohne eine Neuordnung des Straßenraumes und ohne eine tiefgreifende Reform aller einschlägigen Gesetze und Regelwerke funktioniert. Wenn Minister Scheuer sagt, dass man an Hauptstraßen keinen Platz für Radwege abzuzwacken braucht, man könne den Radverkehr doch über Nebenstraßen führen, dann drückt er sich um den Kern des Problems. Selbstverständlich brauchen wir Radwege an allen Hauptstraßen, denn natürlich haben auch Radfahrende und Güter auf Lastenrädern dort Ziele. Auch die starre Haltung zu Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit muss die nächste Bundesregierung überwinden, wenn das Projekt Fahrradland mehr sein soll, als schöne PR.“

 Konkret fordert der ADFC von der nächsten Bundesregierung:

  • Eine neue Verfassung für die Straße zu schaffen (Reform von StVG, StVO, ERA etc.)
  • Den Bundeshaushalt Radverkehr dauerhaft zu erhöhen (von 350 auf 850 Mio. € p.a.)
  • Einen Bund-Länder-Vertrag für lückenlose Radwegenetze zu schließen
  • 100 Stellen für den Radverkehr im BMVI und nachgeordneten Behörden zu schaffen
  • Eine Aus- und Fortbildungsoffensive für Planer:innen und Ingenieur:innen zu starten
  • Ein Bundesinstitut für Radverkehrsforschung zu gründen. 

Eine neue Verfassung für den Straßenverkehr

Dringendste politische Aufgabe ist laut ADFC die grundlegende Reform des Verkehrsrechts und der technischen Regelwerke zugunsten der „Vision Zero“, also eines fehlerverzeihenden Verkehrssystems möglichst ohne Tote und Verletzte. Straßenverkehrsgesetz und Straßenverkehrsordnung in ihrer heutigen Form blockieren die fahrradfreundliche Umgestaltung der Städte. Kommunen müssen die Möglichkeit bekommen, leichter Fahrradstraßen und geschützte Radfahrstreifen anzulegen und dafür Fahrstreifen und Parkplätze umzugestalten, ohne dies mit Verkehrszählungen und Unfalldaten begründen zu müssen. Peters: „Es kann nicht sein, dass Kommunen einen Rechtsstreit fürchten müssen, wenn sie Platz für den Radverkehr schaffen.“ Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit soll - wie seit Kurzem in Spanien - Tempo 30 innerorts zum Standard werden. Ebenso müssen alle relevanten technischen Regelwerke (RIN, RASt 06, ERA 2010 u.v.m.) grundlegend modernisiert und die jahrzehntelange einseitige Orientierung an den Anforderungen des Autoverkehrs beseitigt werden, so die Forderung des ADFC. Peters: „Bei der Modernisierung der Regelwerke sind uns Transparenz und Beteiligung der Zivilgesellschaft ausgesprochen wichtig.“

Langfristige Finanzierung und Personalaufbau sichern

Bisher ist die Sonder-Förderung des Bundes für den Radverkehr mit durchschnittlich 350 Millionen Euro pro Jahr durch das Klimaschutzprogramm nur bis 2023 gesichert – viel zu kurz für große Infrastrukturprojekte und lückenlose Radwegenetze bundesweit. Angesichts des enormen Nachholbedarfs bei kommunalen Radwegen, Radschnellwegen, Fahrradbrücken und Fahrradparkhäusern wird die bisher vorgesehene Förderung nicht reichen. Hier brauchen Kommunen und Länder deutlich mehr und dauerhafte Unterstützung vom Bund. Damit es zügig vorangehen kann, müssen die großen Lücken beim Fachpersonal für die Planung von Radwegenetzen durch eine Aus- und Fortbildungsoffensive geschlossen werden, so der ADFC in seinem Aktionsplan.

Radverkehr groß denken

Während die scheidende Bundesregierung mit dem Nationalen Radverkehrsplan nur einen mageren Radverkehrsanteil von 15 Prozent anstrebt, will der ADFC mindestens die Größenordnung der Niederlande erreichen und in erheblichem Umfang Autofahrten auf das Rad bringen. Der Radverkehrsanteil soll bis 2030 von derzeit 11 auf 30 Prozent steigen. 30 Prozent der Pendler:innen sollen auf Strecken bis 10 Kilometer das Fahrrad statt das Auto nutzen. Peters: „In Anbetracht der Klimakrise und der staugeplagten Metropolregionen ist eine schnelle Verdreifachung des Radverkehrs - kombiniert mit dem Ausbau von ÖPNV und Fußverkehr - der einzig gangbare Weg.“

Radfahren in Deutschland – viel ungehobenes Potenzial

Fast alle Menschen in Deutschland besitzen ein Fahrrad: 2020 gab es rund 79 Millionen Fahrräder, davon über sieben Millionen mit elektrischer Unterstützung. An Fahrrädern mangelt es also nicht – dennoch werden hierzulande wegen fehlender komfortabler Alternativen selbst kürzeste Wege mit dem Auto zurückgelegt. 50 Prozent der Autofahrten sind unter fünf Kilometer, 25 Prozent sogar unter zwei Kilometer. Es besteht also ein erhebliches Verlagerungspotenzial, wenn es ein attraktives Radinfrastrukturangebot in Verbindung mit einem gut ausgebautem ÖPNV gibt.

Den ADFC-Aktionsplan für die neue Bundesregierung gibt es auf www.adfc.de/bundestagswahl2021.

 

ADFC Niedersachsen zum Aktionstag „sicher.mobil.leben“

Hannover, 03.05.2021

Die niedersächsische Polizei führt am 5. Mail 2021 Maßnahmen zum Thema „Radfahrende im Blick“ durch. Dies ist Teil der Verkehrssicherheitsaktion „sicher.mobil.leben“, die der ADFC Niedersachsen zusammen mit der Verkehrswacht und dem ADAC unterstützt.

Laut Fahrradklima-Test 2020 machen sich 70 Prozent der Befragten Sorgen um ihre Sicherheit beim Radfahren. Besonders wichtig ist ihnen neben dem Sicherheitsgefühl auch die Konfliktfreiheit mit dem motorisierten Verkehr. Dabei ist es für Radfahrende ein großes Problem, wenn sie zu dicht überholt werden. „Immer mehr, auch ungeübte Menschen steigen im aktuellen Fahrradboom auf das Rad. Umso wichtiger ist die Einhaltung des Seitenabstandes, damit niemand gefährdet wird.“, sagt Rüdiger Henze, Vorsitzender des ADFC Niedersachsen.

Beim Überholen gilt es, Radfahrende im Blick zu haben. „Können die Sicherheitsabstände von 1,5 m innerorts und 2,0 m außerorts nicht eingehalten werden, so muss hinter den Radfahrenden gewartet werden, bis ein Überholen möglich ist“, so Henze.

Der Mindestabstand gilt auch beim Überholen an Schutzstreifen und an Radfahrstreifen.

ADFC und DStGB appellieren: Mehr Mut beim Radwege-Ausbau

Berlin, 27. April 2021

Pünktlich zum Nationalen Radverkehrskongress 2021 stellen der Fahrradclub ADFC und der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) die gemeinsame Publikation „Förderung des Radverkehrs in Städten und Gemeinden“ vor. Durch Tipps für die Planung und viele Best-Practice-Beispiele wollen ADFC und Gemeindebund großen und kleinen Kommunen dabei helfen, schnell umsetzbare und praxistaugliche Lösungen für gute Radinfrastruktur zu finden.   

Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds sagt: „Radverkehrsförderung ist aktive Klimaschutzpolitik und bedeutet keinen Verzicht, sondern ein Mehr an Lebensqualität für uns alle! Es kommt darauf an, die Kommunen klimafreundlich umzubauen. Der Radverkehr kann hierbei ein Treiber sein. Viele Kommunen gehen diesen Weg seit Jahren, haben Radverkehrsbeauftragte eingestellt und fördern den Radverkehr aktiv durch den Bau moderner Radwegnetze, sicherer Abstellanlagen und einen besseren Übergang auf den ÖPNV und SPNV. Mit den zusätzlichen Mitteln für die Radverkehrsförderung besteht die Chance, eine Trendwende für den Radverkehr in allen Kommunen zu schaffen. Dieses Momentum gilt es nun zu nutzen.“

ADFC-Bundesvorstand Verkehr Ludger Koopmann sagt: „Bisher scheiterte die Umsetzung vieler Radwege-Pläne auch am Geld – damit ist jetzt Schluss. Erstmalig finanziert das Bundesverkehrsministerium auch kommunale Radinfrastruktur und legt dabei großen Wert auf Qualität. Denn nur, wenn Radwegenetze sicher, komfortabel und lückenlos sind, werden viel mehr Menschen als bisher das Fahrrad für ihre alltäglichen Wege benutzen. Die Kommune selbst profitiert davon durch mehr Lebensqualität und einen entspannteren Verkehr. Mit unserer Broschüre wollen wir zeigen, dass der fahrradfreundliche Umbau nicht Jahrzehnte dauern muss – und wir wollen Mut machen, den Ausbau der Radwegenetze jetzt wirklich kraftvoll anzugehen.“

Schnell umsetzbare Lösungen sind gefragt

Im Fokus der Dokumentation stehen viele Infrastrukturlösungen, die relativ schnell umsetzbar sind – wie Fahrradstraßen, Modale Filter zur Beruhigung von Wohnquartieren und die vielzitierten „Protected Bikelanes“. Wegen des relativ kurzen Planungsvorlaufs eignen sie sich besonders gut für eine Förderung des Bundes mit dem bis 2023 laufenden „Sonderprogramm Stadt und Land“, so das Autor:innenteam.

Sichere Kreuzungen, Radschnellwege, Fahrradparken – und Kampagnen

Aber auch komplexere Lösungen werden vorgestellt: Radschnellwege für Pendler:innen, Wegweisungs-Systeme für den Radverkehr, Lösungen für das Fahrradparken sowie international erprobte Methoden zur Schaffung sicherer Kreuzungen. Neben der Infrastruktur zeigt die Publikation weitere Möglichkeiten auf, wie Kommunen den Radverkehr vor Ort bewerben und erleichtern können. Kampagnen wie „Stadtradeln“ oder der „ADFC-Fahrradklima-Test“ werden ebenso dargestellt, wie Bikesharing-Systeme und Service-Stationen.

Know how für Planung, Bau und Finanzierung

Ein umfangreicher Wissensteil rundet die Dokumentation von ADFC und Gemeindebund ab. Kommunen finden hier Hinweise zu technischen Regelwerken, Musterlösungen verschiedener Bundesländer sowie Fortbildungs- und Vernetzungsangeboten. Ausführlich werden auch Modelle der Bürgerbeteiligung sowie die Förderprogramme von Bund und Ländern vorgestellt.   

Über den ADFC

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit über 200.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

Über den Gemeindebund

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund vertritt als kommunaler Spitzenverband über seine 17 Mitgliedsverbände die Interessen von rund 11.000 großen, mittleren und kleineren Kommunen in Deutschland. Er arbeitet parteiunabhängig und ohne staatliche Zuschüsse und sorgt für die Einbeziehung kommunalrelevanter Themen und Positionen in die politischen Entscheidungsprozesse auf Bundesebene

Verkehrsministerkonferenz / Einigung Bußgeldkatalog ADFC: „Endlich das unwürdige Gezerre beendet“

Berlin, 16. April 2021

Nach einem Jahr Hängepartie kann die für den Radverkehr wichtige Reform der Straßenverkehrs-Ordnung nach der heutigen Einigung der Verkehrsministerkonferenz endlich vollständig in Kraft treten – inklusive wirkungsvoller Bußgelder auf die Gefährdung von Radfahrenden. Der Fahrradclub ADFC begrüßt die längst überfällige Einigung.

ADFC-Vizebundesvorsitzende Rebecca Peters sagt: „Die völlig unnötige Debatte über vermeintlich zu hohe Strafen für Auto-Raser hat ein ganzes Jahr lang die Sicherheit von Radfahrenden gefährdet. Radwege wurden weiter sanktionslos zugeparkt, Radfahrerinnen und Radfahrer durch ohne Schulterblick abbiegende Autofahrende weiter gefährdet. Gut, dass das unwürdige Gezerre jetzt endlich beendet ist. Nicht auszudenken, wenn die Verkehrsministerien den Prozess bis in die nächste Legislatur verschleppt hätten.“  

Raser-Debatte gefährdete Radfahrende   

Die Ende April 2020 in Kraft getretene neue Straßenverkehrs-Ordnung („Fahrradnovelle“) nebst Bußgeldkatalog hatte zahlreiche Verbesserungen für den Radverkehr gebracht, für die der ADFC lange gekämpft hat. So wurde erstmals ausdrücklich festgelegt, dass Autofahrende beim Überholen von Radfahrenden mindestens 1,50 Meter Sicherheitsabstand halten müssen. Die Bußgelder für das Zuparken von Radwegen wurden auf bis zu 100 Euro deutlich erhöht, das Halten auf Schutzstreifen wurde ausdrücklich verboten. Auch das Abbiegen und Autotür-Öffnen ohne Schulterblick wurde verteuert. Ein Dissens über die Höhe der Sanktionen bei Geschwindigkeitsüberschreitungen und ein übersehener Paragraf im Vorspann legten den wichtigen Bußgeldkatalog ein Jahr lang auf Eis. Der ADFC hatte die Verzögerung mehrfach kritisiert.

Nächster Schritt: Grundlegende Reform des Verkehrsrechts

Der ADFC weist erneut darauf hin, dass Verkehrsrecht und Regelwerke insgesamt nach wie vor den Autoverkehr priorisieren und die dringend notwendige Förderung von Fuß- und Radverkehr behindern. Seine Forderungen zur Bundestagswahl stellt der ADFC am 18. Mai 2021 in einer hochkarätigen politischen Diskussionsrunde vor.

ADFC Niedersachsen zum Fahrradmobilitätskonzept des Landes

Hannover, 30.03.2021 

„Radverkehr neu denken" unter diesem Titel wurde heute das Fahrradmobilitätskonzept vom Niedersächsischen Verkehrsministerium vorgestellt. Endlich, muss man sagen. Ein bunter Mix aus vielen Maßnahmen lässt aber hoffen. Der ADFC Landesverband Niedersachsen begrüßt das Konzept.

„Jeder Euro der für Radverkehr, Radinfrastruktur und Radverkehrssicherheit im Haushalt frei und in der Fläche für Maßnahmen ausgegeben wird, kann nur im Interesse der Rad fahrenden Menschen sein. Haushaltsmittel müssen aber auch stetig sein und über Jahre hinweg einen kontinuierlichen Anstieg verzeichnen“, so der ADFC Landesvorsitzende Rüdiger Henze.

„Konzepte und Beschlüsse müssen umgesetzt werden. Die Akzeptanz für mehr Radverkehr muss in Politik und Verwaltungen vorhanden sein. Der politische Wille und der Mut zur Verkehrswende müssen eindeutig erkennbar sein“ sagt Henze. Vergessen werden darf aber nicht, dass durch Bund und Länder auch das Verkehrsrecht und die technischen Regelwerke grundlegend zu reformieren sind.

Leitet Herunterladen der Datei einDie Pressemiteilung als PDF finden Sie hier.

ADFC Fahrradklima-Test 2020: Niedersachsen: Hannover, Göttingen, Nordhorn und Westerstede überzeugen

Hannover, den 19. März 2021

Niedersachsen verliert sein Alleinstellungsmerkmal als fahrradfreundlichstes Bundesland. Wie schon im letzten Test bewerteten die niedersächsischen Befragten die Fahrradfreundlichkeit mit der Durchschnittnote 3,8. Doch andere Bundesländer zeigen mehr Willen zur Verkehrswende.

Niedersachsen ruht sich weiterhin auf der fahrradfreundlichen Topografie und der verhältnismäßig guten Versorgung mit Radwegen aus, anstatt diese guten Voraussetzungen massiv zu nutzen und zu fördern. Dies sieht man auch an der geringen Anzahl (5) der Kommunen in Niedersachsen, die ihre Gesamtnote verbessert haben. Hingegen haben sich 13 Kommunen verschlechtert. Niedersachsen steht inzwischen auch nicht mehr als einziges Bundesland an der Spitzenposition, sondern muss sich die Spitze mit Baden-Württemberg teilen. Auch Schleswig-Holstein hat Niedersachsen bald eingeholt.

Der schleppenden Radverkehrsförderung in Niedersachsen steht ein rasant steigendes Interesse für den Radverkehr gegenüber. Das zeigt sich an der zunehmenden Anzahl der teilnehmenden Städte und Gemeinden in Niedersachsen: Im Jahr 2020 haben 109 von ihnen ausreichend Antworten bekommen, um in die Wertung zu gelangen, das sind 45 mehr als im Jahr 2018.

„Wir reden hier über die Schulnote ausreichend. Wenn Niedersachsen Fahrradland Nr. 1 bleiben will, kann dies keine zufriedenstellende Note sein. Das ist gerade mal bestanden“, so der Landesvorsitzende des ADFC Niedersachsen Rüdiger Henze zum Gesamtergebnis 3,8. „Unverkennbar erwarten die Menschen deutlich mehr Maßnahmen und Mut zum Handeln durch Politik und Verwaltungen um den Radverkehr entscheidend zu verbessern“. Zwar stellt das Land inzwischen bedeutend mehr Geld für den Radwegebau zur Verfügung. Eine Personalplanung, die den Autobahnbau an erste Stelle stellt, lähmt jedoch die Umsetzung von Maßnahmen.

Bundesweit fühlen sich 69 Prozent der Befragten nicht sicher beim Radfahren, 75 Prozent kritisieren zugeparkte Radwege und ganze 80 Prozent sagen: Die Radwege sind zu schmal. Das kann uns nicht ruhen lassen. Richtig frustriert sind die meisten Befragten von den fehlenden Verbesserungen seit der Corona-Pandemie: Quer durch alle Größenklassen vergeben sie hier die vernichtende Note 5,0. „Die meisten Städte haben also den Fahrradboom nicht als Chance genutzt, den Radinfrastrukturausbau zu beschleunigen, so wie es an vielen anderen Orten der Welt geschehen ist. Der Stellenwert des Radverkehrs und der Komfort beim Radfahren sind die gleichen Hauptkritikpunkte wie im letzten Fahrradklima-Test. Politik und Verwaltung müssen hier dringend aktiv werden – dem Bekenntnis zu mehr Radverkehr müssen auch Taten folgen“, so Henze. Gute, breite Radwege, durchgängige Netze, Radschnellwege für Pendlerinnen und Pendler und viel mehr komfortable Fahrradparkhäuser und Fahrradabstellanlagen sind nur einige Beispiele. Schließlich hilft mehr Radverkehr allen: Menschen, Städten und dem Klima.

Leitet Herunterladen der Datei einDie ausführliche Pressemitteilung als PDF finden Sie hier

Weitere Informationen zum Fahrradklimatest:

Leitet Herunterladen der Datei einHintergrund ADFC-Fahrradklimatest kurz erklärt

Leitet Herunterladen der Datei einAuswertung Fahrradklimatest 2020

Leitet Herunterladen der Datei einStädteranking Niedersachsen 2020

Leitet Herunterladen der Datei einTeilnahmezahlen Niedersachsen 2020

 

Umfrage Radreiseanalyse startet: ADFC erforscht, wie Corona das Radreisen verändert hat

Berlin, 27. November 2020

Heute startet die Umfrage zur ADFC-Radreiseanalyse 2021. Gemeinsam mit dem diesjährigen Partner fahrrad.de ruft der Fahrradclub Radfahrerinnen und Radfahrer aus der ganzen Republik dazu auf, Erfahrungen von Urlauben und Ausflügen mit dem Rad per Online-Umfrage mitzuteilen. Die Umfrage findet zum 22. Mal statt und hat in diesem Jahr die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Radtourismus zum Schwerpunkt.

 ADFC-Tourismusexpertin Louise Böhler sagt: „Viele Zeichen deuten darauf hin, dass die Corona-Pandemie dem ohnehin schon kräftig wachsenden Radtourismus einen Extra-Schub verliehen hat. Wir wollen herausfinden, wie stark das zutrifft – und welche Gruppen von Menschen jetzt neu aufgestiegen sind. Die Ergebnisse der Radreiseanalyse sind Gold wert für Tourismusregionen und Routenbetreiber, denn sie geben einen umfassenden Einblick über die Bedürfnisse der wachsenden Zielgruppe der Freizeitradlerinnen und -radler.“

Jetzt teilnehmen und City-E-Bike gewinnen

Die Umfrage läuft vom 27. November 2020 bis zum 10. Januar 2021 auf www.adfc.de/radreiseanalyse. Teilnehmen können alle Erwachsenen, die im letzten Jahr Ausflüge oder Urlaube mit dem Fahrrad unternommen haben. Die Umfrage dauert etwa 15 Minuten. Gefragt wird unter anderem, ob und wann man während der Corona-Pandemie häufiger Rad gefahren ist. Aber auch die Länge und Vorbereitung der Radreise und die liebsten Routen, Regionen und Bundesländer werden thematisiert. Wer will, kann nach dem Ausfüllen an einem Gewinnspiel teilnehmen. Der von fahrrad.de zur Verfügung gestellte Hauptgewinn ist ein hochwertiges City-E-Bike von Ortler. Die Ergebnisse der ADFC-Radreiseanalyse werden am 11. März 2021 im Rahmen einer Onlineveranstaltung vorgestellt.

Gründung Frauen-Netzwerk Niedersachsen

Hannover, 21.11.2020

Am letzten Samstag wurde nun auch im ADFC Niedersachsen ein Frauen-Netzwerk gegründet, nachdem mehrere andere Landesverbände dies schon in die Tat umgesetzt hatten. 15 Frauen aus ganz Niedersachsen trafen sich virtuell, um sich über ihre eigenen Bedürfnisse  auszutauschen und zu besprechen, wo die Schwerpunkte der zukünftigen Arbeit liegen sollen. Ein wichtiges Anliegen war allen, sich in der aktiven Arbeit innerhalb und außerhalb des ADFC mehr Gehör zu verschaffen und sichtbarer zu werden. Als zukünftige Themenschwerpunkte wurden Fahrradtechnikkurse für Frauen und Frauen-Radtouren genannt. Auch die Frage, wie eine frauenspezifische Sichtweise in die Radverkehrsplanung einfließen kann, soll diskutiert werden.
Das nächste virtuelle Treffen soll Anfang nächsten Jahres stattfinden. Alle interessierten Frauen sind herzlich eingeladen, teilzunehmen. Weitere Informationen erteilt die Landesgeschäftsstelle.

Kontakt:
Ulla Rademacher
Telefon: 0511/28 25 57
info@adfc-niedersachsen.de

Personalie: Burkhard Stork beendet Tätigkeit beim ADFC

Berlin, 19. November 2020

Nach neun Jahren erfolgreicher Tätigkeit als Bundesgeschäftsführer beendet Burkhard Stork im März 2021 seine Tätigkeit beim Fahrradclub ADFC. Er wechselt als Geschäftsführer zum Zweirad-Industrieverband ZIV. Die Rolle der ADFC-Bundesgeschäftsführung übernimmt bis zur Nachfolgeregelung ADFC-Geschäftsführerin Maren Mattner. Der ehrenamtliche ADFC-Bundesvorstand dankt Burkhard Stork ausdrücklich für die hervorragende Arbeit.
ADFC-Bundesvorsitzender Ulrich Syberg sagt: „Mit Burkhard als Bundesgeschäftsführer hat sich der ADFC in den vergangenen Jahren immens weiterentwickelt. Burkhard Stork hat den ADFC als kampagnenfähigen Treiber der Verkehrswende mit dem Rad im Zentrum aufgestellt, er hat den ADFC bestens in der politischen Welt und in den Medien positioniert – und wir haben mit ihm die 200.000 Mitglieder-Marke geknackt. Wir sind optimistisch, auf dieser Grundlage die ADFC-Erfolgsgeschichte weiter schreiben zu können. Burkhard Stork wünsche ich bei seiner zukünftigen Tätigkeit von Herzen viel Erfolg. Als Gegengewicht zur Autolobby brauchen wir auch einen starken Zweirad-Industrieverband!“

Jubiläum: 25 Jahre Bett+Bike

Seit 25 Jahren steht das Label Bett+Bike für Qualität im Radtourismus. Fahrradurlauber können aus 5.800 Hotels, Pensionen, Jugendherbergen, Naturfreundehäusern und Campingplätzen wählen, die sich besonders auf die Bedürfnisse von Rad fahrenden Gästen einstellen. In Niedersachsen sind mehr als 630 fahrradfreundliche Betriebe dabei.
Als Antwort auf die steigende Nachfrage nach Gastgebern, die bereit sind, Rad fahrende Gäste auch für nur eine Nacht aufzunehmen, entwickelte der ADFC im Jahr 1995 einen Kriterienkatalog für fahrradfreundliche Beherbergungsbetriebe.
Bett+Bike hat sich zu einer einzigartigen Marke im Radtourismus entwickelt, die für Qualität und Nachhaltigkeit bekannt ist. Bett+Bike bezieht sich nicht nur auf Deutschland, mittlerweile haben sich dem Netzwerk europäische Länder wie Österreich, Luxemburg, Dänemark und Belgien angeschlossen.
Ein Schwerpunkt der Marketingarbeit liegt auf der digitalen Kommunikation. Die Website www.bettundbike.de bietet ein Portal mit verschiedenen Suchkriterien, um den passenden Gastgeber für die Radreise zu finden. Zudem bieten Reise- und Tourentipps weitere Planungshilfen. Mit der Bett+Bike App kann bequem unterwegs der passende Gastgeber ausgewählt werden.

Um den Radtourismus auch weiterhin erfolgreich zu gestalten, hat sich das Bett+Bike Team folgende Ziele gesetzt:

- Verständnis für den Radverkehr im Tourismus erhöhen
- Menschen nachhaltig zum Radfahren bewegen
- Digitalisierung weiter vorantreiben
- Außergewöhnliche Gastgeber finden
- Gastgeber beraten bei dem Wandel zur fahrradfreundlichen Unterkunft

Mit dem Bett+Bike-Team feiern 160 Bett+Bike-Gastgeber der ersten Stunde! Wir gratulieren herzlich und wünschen dem Bett+Bike-Team weiterhin viel Erfolg!

Endlich tut sich was in Niedersachsen

Pressemitteilung des Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung
„U21FreizeitKarte Niedersachsen“: Ab Dezember mit neuem Jugend-Ticket per Nahverkehrszug durch ganz Niedersachsen


Ab dem 13. Dezember 2020 können Jugendliche und junge Erwachsene unter 21 Jahren mit einem neuen Fahrkartenangebot günstig und regelmäßig in allen Nahverkehrszügen in Niedersachsen unterwegs sein. Dafür sorgt die neue „U21FreizeitKarte Niedersachsen" des Niedersachsentarifs, dem gemeinsamen Nahverkehrstarif aller Eisenbahnverkehrsunternehmen in Niedersachsen. Mit dem neuen Angebot sollen unter 21-Jährige einen Monat lang auf der Schiene durchs ganze Land fahren können, etwa von Göttingen bis Cuxhaven und von Bad Bentheim bis Helmstedt, sowie nach Bremen und Hamburg: Von Montag bis Freitag ab 14:00 Uhr und außerdem an Wochenenden, Feiertagen sowie in allen niedersächsischen Schulferien den ganzen Tag.

Dazu erklärt Niedersachsens Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann: „Die Einführung der neuen U21-Karte freut mich sehr. Sie steigert die Attraktivität des Nahverkehrs auf der Schiene für junge Leute, insbesondere auch für Schülerinnen, Schüler, Azubis und Freiwilligendienstleistende. Gleichzeitig verbessern wir deutlich die umweltfreundliche, flexible und kostengünstige Mobilität dieser Zielgruppe, insbesondere in ländlichen Regionen. Erstmals schaffen wir für den Freizeitverkehr auf der Schiene ein landesweit gültiges Schüler- und Azubi-Ticket. Die U21-Karte ist damit ein erster wichtiger Baustein auf dem Weg zu einem preislich attraktiven und flexiblen Ticketangebot für Schüler und Azubis im gesamten Nahverkehr in Niedersachsen, wie es der Koalitionsvertrag vorsieht."

Der Geschäftsführer der Niedersachsentarif-Gesellschaft (NITAG), Andreas Meyer, ergänzt: „Wir sehen unser neues Angebot als wichtigen Beitrag, für junge Menschen landesweit die Nutzung des SPNV noch attraktiver zu gestalten. Und wir freuen uns, dass auch das Land Niedersachsen hinter der Einführung steht und diese auch unterstützen möchte."

Die „U21FreizeitKarte Niedersachsen" soll als Monatskarte für 29 Euro und als Jahresabo für 25 Euro pro Monat angeboten werden und auf allen Schienennahverkehrsstrecken, auf denen auch das Niedersachsen-Ticket gilt, gültig sein - also in ganz Niedersachsen sowie auch für Fahrten nach Bremen, Hamburg, Hengelo sowie zu einigen angrenzenden Stationen in Nordrhein-Westfalen und Hessen. Es soll zunächst als Pilotprojekt für zwei Jahre eingeführt werden.

Das Verkehrsministerium hat an der Entwicklung dieses Angebots mitgearbeitet. Es plant daher, Werbe-, Kommunikations- und Informationsmaßnahmen für die neue U21-Karte finanziell zu unterstützen, damit dieses schnellstmöglich und flächendeckend bei der Zielgruppe bekannt wird. Außerdem sollen zügig erste Erkenntnisse zur Nutzung des Tickets gesammelt und evaluiert werden, so dass über eine mögliche Weiterentwicklung oder dauerhafte Fortsetzung des Tickets entschieden werden kann.

Diese Information im Portal des Landes Niedersachswen:Öffnet externen Link in neuem Fenster https://www.mw.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/presseinformationen/u21freizeitkarte-niedersachsen-ab-dezember-mit-neuem-jugend-ticket-per-nahverkehrszug-durch-ganz-niedersachsen-194239.html

Zwischenstand zur Umfrage: ADFC-Fahrradklima-Test 2020 knackt alle Rekorde

Berlin, 15. Oktober 2020

Der aktuelle Fahrradboom zeigt sich auch beim ADFC-Fahrradklima-Test 2020. Die bundesweite Umfrage zur Fahrradfreundlichkeit, die der Fahrradclub ADFC alle zwei Jahre gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium durchführt, hat schon zur Halbzeit die 100.000er-Marke bei den Teilnahmezahlen geknackt. Mehr Städte als je zuvor sind im Rennen – aber es gibt auch Kommunen, die noch einen Stimmen-Schub gebrauchen können, so der ADFC.
 
ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt: „Es freut uns sehr, dass immer mehr Menschen die Fahrradfreundlichkeit ihrer Städte wichtig finden – und bereit sind, Auskunft über ihre Erfahrungen als Radfahrende zu geben. Das gilt besonders, seitdem Corona viele Neuaufsteiger auf das Rad gebracht hat. Viele Bürgerinnen und Bürger haben in den letzten Monaten zum ersten Mal erlebt, wie es ist, im Jahr 2020 in Deutschland Rad zu fahren. Es ist wichtig, diese Rückmeldungen ernst zu nehmen und in den bundesweit geplanten Ausbau der Radwegenetze einfließen zu lassen. Danke an alle, die mitmachen!“

65 Prozent mehr Halbzeit-Teilnahmen als 2018
Beim letzten Durchgang des ADFC-Fahrradklima-Tests im Jahr 2018 haben in den drei Monaten der Umfrage insgesamt 170.000 Personen abgestimmt. Jetzt sind es schon nach sechs Wochen mehr als 120.000 Personen, das sind 65 Prozent mehr als zum selben Zeitpunkt 2018.

Bisher 510 Städte und Gemeinden in der Wertung
Bis auf Salzgitter sind schon alle 81 Großstädte im Rennen. Das heißt, sie haben bereits jetzt die Mindeststimmenzahl erhalten – und kommen damit ins große Städteranking. Mit der bayerischen Gemeinde Möhrendorf ist aber auch die kleinste jemals beim Fahrradklima-Test bewertete Ortschaft dabei. Insgesamt sind zur Halbzeitbilanz 510 Städte und Gemeinden in der Wertung, im Jahr 2018 waren es 683 insgesamt zum Ende der Umfrage. Stork: „Es freut uns besonders, dass auch viele ländliche Kommunen beim ADFC-Fahrradklima-Test dabei sind. Denn das Rad ist das cleverste Verkehrsmittel sowohl auf dem Land als auch in der Stadt.“

Emden, Goslar und Cloppenburg brauchen noch Stimmen
Einige Städte und Gemeinden in Niedersachsen könnten nochmal einen kleinen boost gebrauchen. Bei vielen fehlen nur ganz wenige Stimmen, um ein aussagekräftiges Umfrageergebnis zu erreichen. Auch Melle, Georgsmarienhütte, Achim, Haren (Ems) und Helmstedt, Stadthagen und Quakenbrück haben gute Aussichten, es noch zu schaffen.

 Wie fahrradfreundlich ist deine Stadt?
Seit 1. September bis zum 30. November 2020 können interessierte Bürgerinnen und Bürger auf www.fahrradklima-test.adfc.de an der Online-Umfrage des ADFC teilnehmen. Bei den 27 Fragen geht es darum, ob man sich auf dem Rad sicher fühlt, wie gut die Radwege sind und ob die Stadt in Zeiten von Corona das Fahrradfahren besonders fördert. Damit fundierte Ergebnisse erzielt werden können, müssen pro Stadt mindestens 50 Teilnahmen vorliegen. Bei größeren Städten sind mindestens 75 beziehungsweise 100 Abstimmungsergebnisse nötig. Der ADFC-Fahrradklima-Test wird alle zwei Jahre mit Unterstützung des Bundesverkehrsministeriums durchgeführt und findet 2020 zum neunten Mal statt. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2021 in Berlin vorgestellt. Ausgezeichnet werden die fahrradfreundlichsten Städte in sechs Einwohner-Größenklassen. Beim ADFC-Fahrradklima-Test 2018 lagen Bremen, Karlsruhe, Göttingen, Bocholt, Baunatal und Reken in ihrer jeweiligen Größenklasse vorn.


Treffen im Landtag

Der Landesvorsitzende Rüdiger Henze und Isabella Breeck, Referentin für Radverkehr beim ADFC Niedersachsen haben sich am 13. Oktober mit dem verkehrspolitischen Sprecher der Grünen im Landtag, Detlev Schulz-Hendel, zu einem allgemeinen Austausch getroffen. Unter anderem ging es in dem Gespräch um eine kostenlose Fahrradmitnahme in allen Regionalbahnen Niedersachsens.

Detlev Schulz Hendel (Bildmitte) betont auf seinem Facebook-Auftritt: „Uns als Landtagsfraktion und mir als verkehrspolitischem Sprecher ist dieser Austausch sehr wichtig. Wir schätzen die Arbeit und das Engagement des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club in Niedersachsen für eine zukunftsorientierte Fahrradpolitik sehr... Wir werden den gemeinsamen Austausch fortsetzen und wünschen Isabella Breeck viel Erfolg bei ihrer neuen Aufgabe als Referentin für Radverkehr beim ADFC Niedersachsen“.

Bis zu 45 Millionen Euro jährlich für Radfahrinfrastruktur Althusmann: Wir investieren so viel wie nie zuvor

Niedersachsen will die Radfahrinfrastruktur in den nächsten Jahren weiter verbessern und stockt die Mittel ein weiteres Mal auf. Im zweiten Nachtragshaushalt wurden 20 Millionen Euro zusätzlich bis 2022 für ein Rad- und Radwegsonderprogramm eingestellt. Hiervon fließen insgesamt 15 Millionen in den Radwegneubau und die Radwegerhaltung an den Landesstraßen und fünf Millionen Euro in ein Sonderprogramm für Lastenräder

Im diesjährigen Landeshaushalt sind bereits erstmalig zehn Millionen Euro für Erhaltung und zehn Millionen Euro für den Neubau von (Bürger-) Radwegen an Landesstraßen enthalten, die nun um weitere fünf Millionen Euro aus dem Nachtragshaushalt aufgestockt wurden. Zum Vergleich: Für den Radwegebau an Landesstraßen standen 2019 insgesamt 15 Millionen und in den Jahren davor zehn Millionen Euro zur Verfügung.

Auch der Bund stellt zehn Millionen Euro für Radwege an Bundesstraßen in Niedersachsen bereit. Mit weiteren zehn Millionen Euro wird der kommunale Radwegbau nach dem Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (NGVFG) gefördert. Dieses Jahr stehen damit insgesamt 45 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel für die Radinfrastruktur bereit. Es ist geplant, diesen Höchstbetrag auch im nächsten Jahr zur Verfügung zu stellen.

Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann: "Wir investieren so viel wie nie zuvor in gute und sichere Infrastruktur für Fahrräder. In den 1970-er Jahren haben Stadtplaner die autofreundliche Stadt realisiert, jetzt steht das Fahrrad im Fokus. Daran zeigt sich ein neues Umweltbewusstsein und ein anderes Lebensgefühl vor allem der jüngeren Generationen. Auch das Angebot neuartiger Fahrräder treibt den Wandel voran. Mit Lastenrädern lassen sich sogar Wocheneinkäufe erledigen und mit E-Bikes kann man etwas längere Strecken zum Arbeitsplatz bewältigen. Es ist unser Ziel, überall sichere und bedarfsgerechte Radwege schaffen."

Voraussichtlich Ende November soll das Fahrradmobilitätskonzept Niedersachsen veröffentlicht werden. Zentrale Ziele sind die Erhöhung der Anteile der zurückgelegten Wege mit dem Rad von 15 auf 20 Prozent und eine Reduzierung getöteter und verletzter Radfahrer um 20 Prozent.

ADFC-Statement zum Beschluss des Berliner OVG: Popup-Radwege sind rechtmäßig – juristische Hürden für Radwegebau müssen weg

Berlin, 6. Oktober 2020

Zur heutigen Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg zur Rechtmäßigkeit von Popup-Radwegen sagt ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork:

„Der platte Versuch der AfD, die Verkehrspolitik der 1950er Jahre zurückzuholen, ist gescheitert – gut so. Geschützte Radfahrstreifen, auch in Schnellbauweise als Popup-Radweg, können  im Einklang mit der Straßenverkehrs-Ordnung überall eingerichtet werden, wo sie die Verkehrssicherheit verbessern. Und so wie die Dinge stehen, ist das an fast jeder mehrspurigen Hauptstraße in Deutschland der Fall. Was jetzt passieren muss: Die Hürden für den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur müssen weg. Es kann nicht sein, dass eine Kommune erst Fahrradunfälle nachweisen muss, um einen Radweg anlegen zu können. Es muss reichen, dass er wichtig für das kommunale Radverkehrsnetz ist. Das ist auch im Sinne der kräftigen Fahrradförderung, wie sie die Bundesregierung im Klimapaket vorsieht. Hier muss der Gesetzgeber ran!“    

Popup-Radwege: Weltweit erprobtes Modell
Popup-Radwege sind Schnellbauversionen von sogenannten geschützten Radfahrstreifen. Sie werden mit einfachen Mitteln – meist Farbe und Poller oder Baken – auf der Fahrbahn errichtet, um schnell Lücken im Radwegenetz zu schließen. Ziel ist, diese Schnellbau-Radwege im zweiten Schritt dauerhaft zu machen, denn gute Radwege sind Mangelware. Schnellbau-Radwege kommen seit Jahren weltweit zum Einsatz, um Platz für den rapide ansteigenden Radverkehr zu schaffen. Während der Corona-Pandemie war das in vielen Metropolen verstärkt der Fall, vor allem in Bogotà, Mailand, Brüssel und Paris. In Deutschland war Berlin Vorreiter beim Bau von Popup-Radwegen. München und Hamburg sind nachgezogen, in weiteren Städten sind Popup-Radwege geplant.  

Hintergrund zum Berliner Rechtsstreit
In Berlin hatte die AfD gegen acht neue Radwege geklagt. Gegen den ersten Beschluss im Eilverfahren hatte die Verkehrsverwaltung beim Oberverwaltungsgericht Beschwerde eingelegt. Das OVG hat in seiner heutigen Entscheidung die Rechtmäßigkeit der Popup-Radwege vorläufig bestätigt und den Antrag, sie bis zum Urteil im Hauptsacheverfahren abzubauen, zurückgewiesen.

20.000stes Mitglied in Niedersachsen begrüßt

Die Zahl der ADFC-Mitglieder in Niedersachsen steigt stetig an. Vor kurzem wurde die 20.000ender Marke überschritten. Dieses erfreuliche Ereignis nahm der Landesvorsitzende Rüdiger Henze (links im Bild) zum Anlass, dem neuen Mitglied aus Hannover, der gleich mit der ganzen Familie eingetreten war, zu gratulieren und einen Gutschein eines Fahrradgeschäftes und einen Blumenstrauß zu überreichen. Über diese kleine Aufmerksamkeit freute sich das Ehepaar, das auch im Alltag meistens mit dem Rad unterwegs ist, sehr. „Radfahren ist einfach die entspannteste Art der Fortbewegung“, meint die Familie aus Hannover. Da können wir nur zustimmen.

ADFC ist Verband des Jahres

Der ADFC ist Verband des Jahres in der Kategorie „Reform und Management“. Die Auszeichnung hat der ADFC von der Deutschen Gesellschaft für Verbandsmanagement (DGVM) für herausragende Leistungen im Verbandsmanagement erhalten.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie Öffnet externen Link in neuem Fensterhier

Bildvergrößerung: in Bild klicken - Schließen: Close

Raphael Kießling und Mario Junglas (v.l.n.r.) nahmen den Preis Verband des Jahres entgegen. © DGVM

ADFC Niedersachsen fordert Förderprogramm von Lastenrädern für Privatpersonen

Hannover, 14. Juli 2020

Hamburg, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben in den letzten Wochen Förderprogramme auf Landesebene zur Bezuschussung beim Kauf von Lastenrädern aufgelegt.

Der ADFC Niedersachsen ist überzeugt, dass ein solches Förderprogramm auch in Niedersachsen möglich sein muss. Deshalb hat sich gestern der Landesvorsitzende Rüdiger Henze in einem Brief direkt an den Ministerpräsidenten Stephan Weil gewandt, um dieser Forderung Ausdruck zu verleihen.

Leitet Herunterladen der Datei einHier gehts zum vollständigen Brief als PDF

Landesvorsitzender Rüdiger Henze unterwegs mit dem NDR

In der NDR-Sendung "Mein Nachmittag" am 3. Juni ging es unter anderem um das Thema "Radfahren in Corona-Zeiten". Der Landesvorsitzende Rüdiger Henze radelte mit der NDR-Reporterin Marion Püning abseits der großen Routen in der Seeveaue südlich von Hamburg.

Hier der Link zur Sendung. Ab Minute 5:40 geht’s los.

https://www.ardmediathek.de/ard/video/mein-nachmittag/mein-nachmittag-oder-03-06-2020/ndr-fernsehen/Y3JpZDovL25kci5kZS85MDcwZWM0ZS01OTFmLTRhMGEtYWY3Zi0wMjEyM2IwNGNlN2M/

Neue Verkehrssicherheitskampagne in Niedersachsen

Neue Verkehrssicherheitskampagne in Niedersachsen – Abstand zu Fahrrädern einhalten!

Pistorius: „Mit dieser Kampagne wollen wir alle Verkehrsteilnehmer informieren und sensibilisieren. Wir werben um mehr gegenseitige Rücksichtnahme und mehr Abstand im Straßenverkehr zu Fahhradfahrenden.“

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, hat heute (18.05.2020) gemeinsam mit dem Präsidenten der Polizeidirektion Hannover, Volker Kluwe, den Startschuss für eine neue landesweite Verkehrssicherheitskampagne gegeben: Mit Aufklebern an ihren Streifenwagen weist die niedersächsische Polizei ab sofort auf die neue gesetzliche Regelung zum Seitenabstand beim Überholen von Fahrradfahrenden hin.

Pistorius: „Aktuell ist Abstand halten überall das Gebot der Stunde. Mit dieser Kampagne wollen wir informieren und für ein Mehr an gegenseitiger Rücksichtnahme und Abstand im Straßenverkehr werben. Es gibt sowohl in den Städten als auch in ländlicheren Gebieten Niedersachsens einen immer stärkeren Trend hin zur Nutzung von Fahrrädern und insbesondere E-Bikes. Gerade da, wo sich Autos und Fahrräder die Straße teilen müssen, ist umso mehr gegenseitige Rücksichtnahme dringend geboten.“

Leitet Herunterladen der Datei einHier gehts zur vollständigen Pressemitteilung als PDF

Bei der gestrigen Veranstaltung  waren auch der NDR und Sat1 vor Ort und haben neben Boris Pistorius auch den ADFC-Landesvorsitzenden Rüdiger Henze zum Thema Abstand halten befragt:

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hallo_niedersachsen/Radverkehr-Neue-Kampagne-fuer-mehr-Sicherheit,hallonds58686.html

https://www.sat1regional.de/abstand-halten-verkehrspraeventionskampagne-in-hannover-vorgestellt/

Radtour mit Ministerpräsident Weil

v.l.n.r.: Landrat Kreis Harburg Reiner Rempe, Ministerpräsident Stephan Weil, Kreisvorsitzende Karin Sager, stv. Landesvorsitzender Rüdiger Henze (Bild: Gerhard Hahn)

Nachdem der ADFC Kreisverband Harburg e.V. vergangenen Monat bereits Niedersachsens Verkehrsminster Althusmann zur Radtour begrüßen konnte, radelte am 24. Juli auch Ministerpräsident Weil gemeinsam mit dem ADFC und einer Vielzahl von Interessent*innen durch den Kreis Harburg. Mit fast 70 Teilnehmer*innen startete die Gruppe zur knapp zwei stündigen Tour. Neben dem Forderungskatalog des Kreisverbandes Harburg, der durch seine Vorsitzende Karin Sager überreicht wurde, übergab auch der stellvertretende Landesvorsitzende Rüdiger Henze des ADFC Niedersachsen seine Forderungen.


Die ausführliche Pressemitteilung finden Sie Leitet Herunterladen der Datei einhier.
Öffnet externen Link in neuem FensterWeitere Informationen.

Verkehrsminister Althusmann auf Radtour

Karin Sager und Minister Bernd Althusmann

Minister Althusmann stellte sich bei einer Fahrradtour durch den Landkreis Harburg den Sorgen des ADFC und der Radfahrenden vor Ort. "Wir müssen den Radwegebereich schleunigst ausbauen und sanieren, um unser Ziel, das Fahrradland Nr. 1 zu werden, zu erreichen," so Althusmann.
Organisiert wurde die Fahrradtour durch den ADFC Kreis Harburg und deren Vorsitzende Karin Sager. Für den ADFC Niedersachsen nahm der stellvertretende Landesvorsitzende Rüdiger Henze teil. Sager und Henze überreichten dem Minister die Forderungsbriefe ihres Verbandes.

Einen ausführlichen Bericht finden Sie Leitet Herunterladen der Datei einhier.

Sicherheitsaktion zum Überholen von Radfahrenden

Auf die Konflikte beim Überholen von Radfahrenden durch Kraftfahrzeuge geht die aktuelle Aktion des ADFC Nienburg ein. „Wir wollen über die Regelungen informieren und für Verständnis im Straßenverkehr werben“, so Berthold Vahlsing, Sprecher des örtlichen ADFC. „Enges Überholen verunsichert Radfahrende, mit möglicherweise schlimmen Folgen.“ Mit einer Pressekampagne und eigens entwickelten Info-Aufklebern bzw. Magnetfolien, will der Verein über die Mindestabstände bei Überholvorgängen informieren. Weitere Infos finden Sie Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.

 

Radverkehr als Bestandteil der Koalitionsverträge!

SPD und CDU haben den Radverkehr zum Bestandteil des Koalitionsvertrags gemacht. Im Kapitel Wirtschaft, Arbeit, Verkehr, Digitalisierung, Energie wird in Abschnitt 8 Emissionsarme und klimafreundliche Mobilität das Thema Radverkehr behandelt (Leitet Herunterladen der Datei einRn. 1902 ff.).
Dort heißt es unter anderem: „Die Elektromobilität, die Entwicklung alternativer Antriebssysteme (z. B. Gas- und Wasserstoffantriebe), die Stärkung des Fahrradverkehrs und eines emissionsarmen ÖPNV sind hierbei vorrangig zu betrachten.“
Weiter geht es mit: „Wir wollen gemeinsam mit Kommunen und regionaler Wirtschaft Lösungen entwickeln, um die Lade- und Tankstelleninfrastruktur (Strom, Wasserstoff und andere Energieträger) landesweit, auch an Park&Ride-Anlagen, für Fahrzeuge und Elektrofahrräder auszubauen.“
Abschließend verpflichten sich SPD und CDU „das Fahrradmobilitätskonzept schrittweise umsetzen und die notwendige Ausstattung vorhalten. Für den Erhalt, die Sanierung und die Verbesserung der regionalen Fahrradinfrastruktur – inklusive notwendiger Lückenschlüsse – sollen zusätzliche Mittel bereitgestellt werden. Wir wollen den Ausbau entlang von Bundes- und Landesstraßen fortsetzen und Radschnellwege schaffen. Hierzu soll das Sonderprogramm aus Landesmitteln kofinanziert und etwaige Behinderungen des Radverkehrs im Baustellenmanagement stärker berücksichtigt werden. SPD und CDU wollen die Abstellmöglichkeiten an Bus- und Bahnhaltestationen verbessern und die Mitnahmemöglichkeiten ausbauen.“


*NEU* Wichtigste Verkehrsregeln mehrsprachig

Die AG Asyl des ADFC München gibt die wichtigsten Verkehrsregeln für Radfahrer auf Albanisch Arabisch, Englisch, Farsi, Französisch heraus.

Öffnet externen Link in neuem FensterWeitere Infos und Download finden Sie hier

© 2021 ADFC Niedersachsen